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Energie: Priggen setzt auf Ausbau der Erneuerbaren bei Schwarz-Grün

Energie : Priggen setzt auf Ausbau der Erneuerbaren bei Schwarz-Grün

CDU und Grüne könnten Nordrhein-Westfalens nächste Regierung bilden. Der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien, der Aachener Reiner Priggen, setzt darauf große Hoffnung.

Der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien, Reiner Priggen, erwartet von einer möglichen schwarz-grünen Regierung in NRW einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Hürden für den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik sollten dann abgebaut werden, sagte der Aachener. „Ich kann mir eine Regierungsbildung nicht vorstellen, die nach dem, was passiert ist, sowohl in der Klimafrage als auch der Energieversorgung durch die Ukraine, jetzt nicht die Weichen stellt, dass wir in NRW viel mehr tun können als bisher“, sagte Priggen.

Er erwarte, dass eine mögliche schwarz-grüne Regierung Ausbau-Hemmnisse abschaffe, etwa die 1000-Meter-Abstandsregel von Windkraftanlagen zu Wohngebieten oder das Photovoltaikverbot an Autobahnen. Bliebe es bei solchen Einschränkungen, würde auf Dauer die NRW-Wirtschaft Schaden nehmen, da das Land dann in hohem Maße auf Energieimporte angewiesen sei, sagte Priggen.

Die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen und die Regierungsbildung seien genau die Zäsur, die es brauche, um Schritte in Richtung einer eigenen unabhängigen Energieversorgung zu gehen, forderte der Lobbyist und frühere Grünen-Fraktionschef im NRW-Landtag.

Nach Priggens Einschätzung wäre ein Ausbau der Windkraft um 1000 Megawatt pro Jahr in NRW erforderlich, das entspricht in etwa 200 modernen Windkraftanlagen. Tatsächlich habe der Ausbau im vergangenen Jahr aber nur bei etwas mehr als 300 Megawatt gelegen.

Reiner Priggen war von 2000 bis 2017 Abgeordneter der Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag, von 2010 bis 2014 als Fraktionsvorsitzender der Partei. Seit 2016 ist Priggen Vorsitzender des Landesverbands Erneuerbare Energien.

(dpa)