2018 war ein gutes Jahr!: Positive Entwicklung auf dem NRW-Arbeitsmarkt hält an

2018 war ein gutes Jahr! : Positive Entwicklung auf dem NRW-Arbeitsmarkt hält an

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Jahresdurchschnitt um mehr als 50.000. Die Jugendarbeitslosigkeit fiel sogar auf ein Rekordtief. Sogar im Dezember lief es gut.

Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen hat sich 2018 sehr positiv entwickelt. Im Jahresdurchschnitt seien rund 650.000 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, mehr als 50.000 weniger als im Vorjahr, berichtete die Vorsitzende der Regionaldirektion NRW der Arbeitsagentur, Christiane Schönefeld am Freitag in Düsseldorf. Die Jugendarbeitslosigkeit sei mit rund 57 000 gemeldete jungen Stellensuchenden sogar auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zählung im Jahr 1991 gesunken.

„Im Dezember hat sich der Arbeitsmarkt weiter von seiner guten Seite gezeigt“, sagte Schönefeld. Normalerweise steige die Zahl der Arbeitslosen im Dezember an. In diesem Jahr sei sie jedoch um rund 2500 auf knapp 615.000 gesunken. Es sei erst das vierte Mal seit 1980, dass in NRW zum Winterstart die Zahl der Beschäftigungssuchenden zurückgegangen sei. Bundesweit stieg die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende dagegen leicht an.

Die Arbeitslosenquote blieb im Dezember in Nordrhein-Westfalen mit 6,4 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Damit lag sie um 0,6 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Sie blieb jedoch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,9 Prozent.

„Worüber wir uns besonders freuen, ist die niedrige Jugendarbeitslosigkeit“, betonte Schönefeld. Während die Zahl der Arbeitslosen insgesamt 2018 im Jahresdurchschnitt um 7,2 Prozent zurückging, sank die Jugendarbeitslosigkeit um 11 Prozent. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringerte sich um 7,6 Prozent.

In den nächsten Jahren rechnet Schönefeld mit großen Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt. „Schon innerhalb der nächsten fünf Jahre werden rund 7,6 Prozent aller Fachkräfte in den Ruhestand gehen - rund 525.000 Personen. Diese Menschen hinterlassen in den Unternehmen und Betrieben Lücken, die geschlossen werden müssen“, betonte sie. Hier müssten die Unternehmen durch gezielte Qualifizierung ihrer nicht so gut ausgebildeten Mitarbeiter ungenutzte Potenziale erschließen.

Denn Fachkräfte werden zunehmend knapp. Auf eine bei der Arbeitsagentur gemeldete Fachkraftstelle kamen 2018 nur noch rund zwei Bewerber. Vor zwei Jahren waren es noch drei Fachkräfte, die sich bewarben. Deutlich schlechter sieht der Arbeitsmarkt für Menschen mit nicht ausreichenden Qualifikationen aus. Auf jede freie Helferstelle kamen im vergangenen Jahr fast zehn Bewerbungen.

Beträchtlich sind nach wie vor die regionalen Unterschiede auf dem NRW-Arbeitsmarkt. Am höchsten war die Arbeitslosenquote im Dezember mit 8,9 Prozent im Ruhrgebiet. Im Rheinland lag sie bei 6,2 Prozent, im Bergischen Land bei 6 Prozent, in Ostwestfalen-Lippe bei 4,9 Prozent und in Südwestfalen bei 4,7 Prozent. Am niedrigsten war die Arbeitslosigkeit mit 3,8 Prozent im Münsterland.

(dpa)
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