Innenministerium verdeutlicht: Polizeieinsätze bei Hochzeitsfeiern kein neues Phänomen

Innenministerium verdeutlicht : Polizeieinsätze bei Hochzeitsfeiern kein neues Phänomen

Polizeieinsätze bei Hochzeitsfeiern sind nach Angaben der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen kein neues Phänomen. Es sei auch unklar, ob es eine Häufung derartiger Vorfälle gebe, heißt es in einem Bericht des NRW-Innenministeriums an den Landtag auf eine Anfrage der AfD-Fraktion.

Die mediale Aufmerksamkeit könne auch zu mehr Hinweisen aus der Bevölkerung geführt haben. Die Abhol-Zeremonie zähle in der orientalischen Kultur zu den Hochzeitsbräuchen. Dabei werde der Bräutigam, wenn er die Braut abholt, häufig von einem hupenden Autokorso geleitet.

Schwerpunkt der Vorfälle seien Innenstädte und das Ruhrgebiet. Die Polizei in NRW hat zu dem Phänomen erstmals ein Lagebild erstellt. Während des aktuellen Fastenmonats Ramadan (5. Mai-4. Juni) gebe es erfahrungsgemäß kaum derartige Hochzeiten.

Am 22. März hatte eine Hochzeitsgesellschaft für Aufsehen gesorgt, die bei Ratingen die A3 mit Autos blockierte, um nach Angaben der Polizei Fotos auf der Fahrbahn zu machen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte ein konsequentes Vorgehen der Polizei angekündigt und gesagt: „Autobahnen und Innenstädte sind keine privaten Festsäle.“

(dpa)