Duisburg/Region: Polizei zieht Bilanz: So verlief die Silvesternacht in der Region

Duisburg/Region : Polizei zieht Bilanz: So verlief die Silvesternacht in der Region

Die Silvesternacht ist für die Polizei in Nordrhein-Westfalen „insgesamt ruhig” verlaufen. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) verzeichnete nach eigenen Angaben in der Nacht 2756 „silvesterbedingte Einsatzanlässe”. Das seien 718 weniger als im Jahr zuvor. In der Region Aachen/Düren/Heinsberg hatten die Einsatzkräfte dennoch einiges zu tun.

Die Polizei in Aachen verzeichnete 189 Einsätze, davon 76 silvester-typische, die etwa durch Schlägereien oder Sachbeschädigungen verursacht waren. Bei einem Feuer in der Burgstraße in Eschweiler enstand zudem ein Schaden von 50.000 Euro. Die Ursache ist unklar, verletzt wurde niemand.

In Eschweiler geriet ein Mehrfamilienhaus in Brand. Foto: Ralf Roeger

Im Kreis Düren musste die Polizei 107 Mal ausrücken, fast 30 Mal häufiger als im Vorjahr. Darunter befanden sich Ruhestörungen, Unfälle, Körperverletzungen und Brände.

Bei einer Explosion in Waldfeucht-Haaren ist ein Mann schwer verletzt worden. Foto: Claudia Krocker

Bei einem Unfall auf der B56 bei Freialdenhoven ist in der Nacht zum Donnerstag ein 24 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Er war nach Angaben der Polizei am Steuer seines Autos offenbar eingeschlafen, von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Aufprall war so heftig, dass der Baum durchtrennt und entwurzelt wurde. Der Fahrer kam ansprechbar in ein Krankenhaus. Es entstand ein Schaden von 16.000 Euro.

Zwei 19 und 26 Jahre alt Brüder, die in einer Kneipe in Düren einen Gast zusammengeschlagen haben sollen, erhielten eine Anzeige. Bei einem Mann, der mit seinem Auto ein Straßenschild beschädigt hatte, stellte die Poluzei 2,24 Promille fest. In einem Haus in Düren ist ein Mann aus einem Fenster im ersten Stock gesprungen, vermutlich um sich vor einem Feuer in seinem Haus zu retten. Der 41-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar löschen, ein Teil des Hauses in der Josef-Schregel-Straße wurde aber unbewohnbar, es besteht Einsturzgefahr. Die Ursache des Brandes steht noch nicht fest.

Eine alkoholisierte Autofahrerin hat an der Römerstraße hohen Schaden angerichtet. Wie die Polizei mitteilte, war sie gegen eine Laterne und mehrere Absperrpfosten am Gehweg gefahren. Ein Alkoholtest ergab 1,4 Promille. Es entstand ein Schaden von etwa 12.500 Euro.

Im Kreis Heinsberg gab es 59 Einsätze für die Polizei, eine Person kam nach einer körperlichen Auseinandersetzung zur Ausnüchterung in Gewahrsam. Außerdem wurden Alkoholkontrollen bei über 100 Autofahrern durchgeführt, ein Fahrer musste seinen Führerschein abgeben, weil er zu alkoholisiert war.

In Waldfeucht-Haaren ist am Mittwochabend eine Gasflasche im Keller eines Hauses explodiert und hat einen 43 Jahre alten Mann schwer verletzt. Wie ein Sprecher der Polizei in Heinsberg mitteilte, war die Gasflasche offenbar als Heizgerät genutzt worden. Der Mann befand sich bei der Explosion im selben Raum und kam mit Brandwunden in ein Krankenhaus. Seine Frau und seine beiden Kinder blieben unverletzt. Das Haus in der Straße Im Pölert wurde durch die Explosion schwer beschädigt und war vorerst nicht mehr bewohnbar.

Landesweit schritt die Polizei 616 mal wegen Körperverletzung ein und nahmen 319 Sachbeschädigungen und 215 Eigentumsdelikte auf. 262 mal rückten sie zur Unterstützung der Feuerwehr und zur Brandermittlung aus.

Hinzu kamen 69 Hausfriedensbrüche, 597 Ruhestörungen, 71 Fälle von häuslicher Gewalt und 380 Hilfeersuchen. 227 Personen sahen sich nicht mehr in der Lage, den Weg nach Hause zu finden und mussten deshalb die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen. „Dabei spielte vor allem Alkohol häufig eine Rolle”, teilte das Landesamt mit.

(dpa/red)