Düsseldorf/Köln: Polizei zählt in NRW vermehrt Raser aus dem Ausland

Düsseldorf/Köln : Polizei zählt in NRW vermehrt Raser aus dem Ausland

Die Kölner Polizei stellt auf den Autobahnen im Bezirk vermehrt Raser aus dem Ausland fest und will die Kontrollen verschärfen. Die Fahrer, die auf deutschen Straßen Gas geben wollen, kommen zumeist aus Belgien, Holland und Großbritannien. Dort sind die Bußgelder für zu schnelles Fahren deutlich höher als hierzulande.

Als die Kölner Polizei an Karfreitag vier Sportwagen mit britischen Kennzeichen aus dem Verkehr zog, deren Fahrer sich mit mindestens sechs weiteren Rasern illegale Rennen auf der A 4 geliefert hatten, beschlagnahmten die Ermittler auch die Smartphones und Dashcams der Briten. Mit den Kameras hatten sie ihre Fahrten bei teils mehr als 200 Kilometern pro Stunde aufgenommen. Am Ende mussten sie ihre Heimreise ohne Autos organisieren.

Laut der Kölner Polizei kommen Raser nicht nur am Wochenende vor Ostern über die Grenze, wenn die Tuning-Szene am „Car-Freitag“ den Start in den Frühling feiert. „Wir merken das zum Beispiel auch an den Wochenenden, an denen auf dem Nürburgring freies Fahren auf der Nordschleife möglich ist“, sagt Fuchs. „Ich denke, dass wir uns an bestimmten Tagen anders aufstellen müssen.“ Die Polizei appelliert an Zeugen, die 110 zu wählen, wenn sie zu schnelles Fahren beobachten.

Die Bundesländer wollen derweil höhere Bußgelder für Raser, Drängler und Falschparker, die mit ihrem Verhalten andere in Gefahr bringen. Laut Beschlussvorlage für die am Donnerstag in Nürnberg gestartete Verkehrsministerkonferenz verlangen die Länder von der Bundesregierung, dass entsprechende Verstöße „empfindlich sanktioniert werden“.

(ch/dpa)
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