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Vor Osterferien: Polizei übernimmt in NRW Beschaffung von Corona-Selbsttests

Vor Osterferien : Polizei übernimmt in NRW Beschaffung von Corona-Selbsttests

Einen Corona-Selbsttest pro Woche mit Präsenzunterricht soll jeder Schüler in NRW machen. Doch Kauf und Verteilung der Test sind schwierig. Ein Einsatz für die Beschaffungsexperten der Polizei.

In Nordrhein-Westfalen übernimmt die Polizei die Beschaffung der Coronavirus-Schnelltests für Schulen, Kitas und Behörden. Das Land will über das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste zunächst mehr als 22 Millionen Tests bestellen, wie aus der Ausschreibung auf der NRW-Vergabeplattform hervorgeht. Die Tests sollen ab Mitte April in wöchentlichen Tranchen von anfangs 3,1 Millionen Einheiten geliefert werden. Am Montag beteiligte sich die nordrhein-westfälische Polizei auch an der Verteilung der ersten Schnelltests an die Schulen.

In einem ersten Schritt hatte das Land bereits 3,3 Millionen Tests beschafft. Davon seien bereits 1,8 Millionen an die Schulen verteilt werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Montag. Die restlichen 1,5 Millionen Tests werden in dieser Woche ausgeliefert und sollen den Grundstock für die Zeit nach den Osterferien bilden. Dann werden weitere 3,1 Millionen Tests erwartet. Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte die Kosten für die Beschaffung dieser insgesamt 6,4 Millionen Tests mit 30,5 Millionen Euro beziffert.

Die Verteilung der beiden ersten Tranchen erfolgt über das Bekleidungscenter der Polizei in Lünen. Dort werden die Tests in Pakete für die einzelnen Schulen verpackt. Der Großteil der Tests sei von einen Logistikunternehmen ausgeliefert worden, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Einen kleinen Teil, der am Wochenende noch in Lünen gelegen habe, sei am Montag von Polizisten zu etwa 320 Schulen in ganz NRW gebracht worden.

Tests zur Eigenanwendung durch Laien seien derzeit noch nicht ausreichend am Markt verfügbar, hatte Reul in der vergangenen Woche in einem Bericht an den Landtag betont. Ziel sei es, „einen Anbieter zu finden, der aus einer Hand die Selbsttests und die Auslieferung an die Adressen übernimmt“. Die Auslieferung parallel an rund 6200 Adressen im Land stelle „eine enorme Herausforderung“ da. Der vom LZPD ausgeschriebene Liefervertrag sieht eine Verlängerungsoption bis zum 31. Dezember 2021 vor.

Bund und Länder hatte Anfang März beschlossen, allen Schülerinnen und Schülern pro Woche Präsenzunterricht sowie dem Personal in Schulen und Kitas sowie anderen öffentlich Beschäftigten das Angebot von mindestens einem kostenlosen Selbsttest pro Woche zu machen.

(dpa)