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Aachen: Polizei sucht Heiratsschwindler Frank W.

Aachen : Polizei sucht Heiratsschwindler Frank W.

Die Polizei in Norddeutschland sucht einem Heiratsschwindler und Betrüger, der auch von Düren aus Straftaten begangen haben soll. Nach einem Amtshilfeersuchen einer niedersächsischen Polizeiinspektion suchen die Hamburger Ermittler im Großraum der Hansestadt nach dem 42-jährigen Frank W., wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte.

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W. werde mit insgesamt 13 Fahndungsaufrufen wegen diverser Betrugsdelikte von mehreren Staatsanwaltschaften gesucht, darunter auch einer der Aachener Staatsanwaltschaft.

Groß, schlank, Drei-Tage-Bart

Im September 2007 war er in Aachen wegen insgesamt elf Betrugsfällen und einer Urkundenfälschung angeklagt worden, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller am Montag gegenüber unserer Zeitung. Von Düren aus habe er Waren im Gesamtwert von 4000 Euro bestellt und nicht bezahlt. Die Eröffnung der Hauptverhandlung sei damals daran gescheitert, dass Frank W. nicht aufzufinden war. Seitdem werde mit Haftbefehl nach ihm gefahndet.

Der Flüchtige war nach bisherigen Erkenntnissen der Hamburger Ermittler zwischen Februar und dem 11. April 2009 in Delmenhorst, ehe er offenbar im Hamburger Raum untertauchte. Für seine Heiratsschwindeleien habe er Telefonhotlines von Kontaktbörsen und Internetforen genutzt, um Kontakt zu Frauen aufzunehmen, hieß es.

Durch Vortäuschen falscher Tatsachen erschleiche er sich das Vertrauen der Opfer, um an deren Bargeld oder andere Wertgegenstände zu kommen. Eine dieser Taten habe W. im letzten Jahr in Schüttorf (Kreis Grafschaft Bentheim) begangen, wo er eine Frau betrogen und um ihr Erspartes gebracht habe.

Der 42-Jährige trete auch unter falschen Namen auf und reise fast ausschließlich mit dem Zug. Er miete sich dann in Pensionen und Hotels in Bahnhofsnähe ein, die er um die Übernachtungskosten prelle, hieß es. Nach Erkenntnissen der Polizei hat sich der Gesuchte seit Herbst 2008 in Bremen, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Schüttorf, Rotenburg (Wümme), Delmenhorst, Mölln, Lübeck und Salem (Schleswig-Holstein) aufgehalten und dort Straftaten begangen.

Frank W. ist 1,90 Meter groß und schlank, hat kurzes, dunkelblondes Haar und trägt meistens einen Drei-Tage-Bart. Er ist an beiden Armen tätowiert, starker Raucher und spricht mit rheinischem Akzent.