Polizei Köln überprüft Verbot von Kurden-Demonstration

Mindestens 15.000 Teilnehmer : Polizei prüft Verbot von Kurden-Demo in Köln

Europaweiter Aufruf: Am Samstag soll in Köln die Großdemo gegen den türkischen Angriff Nordsyriens stattfinden. Die Polizei rechnet mit vielen gewaltbereiten Teilnehmern und versucht nun die Lage einzuschätzen.

Die Kölner Polizei prüft ein Verbot der angekündigten Demonstration in Köln gegen die türkische Militär-Offensive in Nordsyrien. Durch den Austausch mit anderen Sicherheitsbehörden habe man konkrete Anhaltspunkte, dass sich mehrere Tausend gewaltbereite Menschen auf die Teilnahme an der Demo vorbereiteten, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die Veranstalter - mehrere linke Bündnisse - hatten 15 000 Teilnehmer angemeldet, darunter viele Kurden. Da europaweit zu der Demo aufgerufen worden sei, rechne man nun aber mit mindestens 20 000 Teilnehmern, sagte Jacob - auch aus dem türkisch-nationalistischen Milieu.

Die Türkei hatte am 9. Oktober eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG gestartet, die von ihr als Terrororganisation angesehen wird. Die EU-Außenminister hatten den Angriff verurteilt.

(dpa)
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