Köln: Polizei gelingt Schlag gegen geheimes Drogenlabor

Köln: Polizei gelingt Schlag gegen geheimes Drogenlabor

Rauschgiftfahndern der Kölner Polizei und des Zolls ist ein Schlag gegen illegale Drogenlabors gelungen. In der Nacht zu Donnerstag wurden 13 Wohn- und Gewerberäume in Köln, Bergisch-Gladbach, Leichlingen und Betzdorf durchsucht.

Dabei wurden zwei Tatverdächtige im Alter von 29 und 37 Jahren festgenommen, wie ein Polizeisprecher am Freitag in Köln mitteilte. In einer Garage an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz konnte zudem eine Vielzahl von Chemikalien sichergestellt werden.

Anfang des Jahres erhielten die Fahnder einen Hinweis, dass Unbekannte eine verdächtig hohe Menge an einschlägigen Chemikalien gekauft hatten, die vermutlich in einem Hinterhoflabor zur illegalen Herstellung von Amphetamin genutzt werden sollten. Da der Reinheitsgrad und die Zusammensetzung der dort produzierten Tabletten unbekannt sind, geht von den Präparaten ein großes Risiko für die Konsumenten aus.

Die Fahnder konnten drei Männer ermitteln, die bereits zwei Labore eingerichtet hatten. Die erste Drogenküche war offensichtlich einem Brand zum Opfer gefallen. Aus bisher ungeklärter Ursache hatten die Tatverdächtigen auch die zweite Herstellungsstätte wieder aufgegeben und die Laborausstattung sowie die notwendigen Chemikalien in der Garage zwischengelagert.

Zwei der drei Tatverdächtigen wurden am Mittwoch festgenommen. Ihr 39-jähriger Komplize befand sich wegen einer anderen Angelegenheit bereits in Strafhaft.

Nach Angaben der Polizei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt und zur Begutachtung an das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt gesandt. Dort geht man davon aus, dass man mit den sichergestellten Chemikalien Amphetamin im mindestens zweistelligen Kilogrammbereich herstellen könnte. In die Rohstoffe und die Laborausstattung investierten die Tatverdächtigen einen fünfstelligen Eurobetrag. Sie machen von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Gegen alle drei ergingen Haftbefehle.