Köln: Platz in Köln erinnert an Karnevalisten und NS-Gegner Karl Küpper

Köln: Platz in Köln erinnert an Karnevalisten und NS-Gegner Karl Küpper

In der Kölner Innenstadt wird am Sonntag (15. Mai, 14.00 Uhr) ein Platz nach dem Karnevalisten und NS-Gegner Karl Küpper (1905-1970) benannt.

Nach Angaben der Stadtverwaltung werden an der Zeremonie neben Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) auch offizielle Vertreter des Kölner Karnevals sowie Küppers 98-jährige Witwe und sein Sohn teilnehmen.

Karl Küpper gehörte in den 1930er und 40er Jahren zu den beliebtesten Kölner Büttenrednern. Er war der einzige Karnevalist, der in der NS-Zeit die Nationalsozialisten verspottet und den „Hitlergruß” lächerlich gemacht hat. Deshalb war gegen ihn ein mehrjähriges Auftritts- und Berufsverbot verhängt worden. Zeitweise habe er sich täglich bei der Gestapo melden müssen.

Der gelernte Schriftsetzer setzte seine karnevalistische Karriere nach dem Kriegsende bis zum Jahr 1960 fort. Gerade in den 1950er Jahren waren seine weiterhin politischen Büttenreden bei den Karnevalsfunktionären allerdings verpönt.

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