Aachen/Wesel: Pipeline kommt voran: Verbände mit „Zeelink“ einig

Aachen/Wesel: Pipeline kommt voran: Verbände mit „Zeelink“ einig

Das europäische Pipelineprojekt „Zeelink“, in dessen Rahmen eine neue, 215 Kilometer lange Erdgasleitung vom Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch bis Krefeld und weiter nach Ahaus verlegt werden soll, kommt voran.

Die Projektgesellschaft hat jetzt mit dem Rheinischen Landwirtschaftsverband Rheinland (RLV) und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) jetzt gemeinsame Rahmenregelungen vereinbart — und dies bereits vor Ende des Raumordnungsverfahrens. Das gab „Zeelink“ am Mittwoch bekannt.

Im Fokus der intensiven und konstruktiven Verhandlungen standen insbesondere Fragen zum Bodenschutz und zu Methoden, den Verlust landwirtschaftlicher Flächen zu vermeiden. Landwirte und Unternehmen diskutierten im Vorfeld auch über Fragen der Entschädigung und konnten eine gemeinsame Lösung für die betroffenen Grundstückseigentümer und Bewirtschafter finden.

„Baumaßnahmen für eine geplante Erdgasfernleitung stellen für die Landwirtschaft stets eine besondere Herausforderung dar. Der frühzeitige Dialog mit „Zeelink“ hat geholfen, alle Interessen zu berücksichtigen und im Erfahrungsaustausch zu einer für alle akzeptablen Lösung zu kommen“, sagte der aus dem Kreis Heinsberg stammende RLV-Präsident Bernhard Conzen.

Zum „Zeelink“-Projekt gehört neben dem Bau der neuen Erdgasleitung auch die Errichtung einer Verdichterstation im Raum Aachen.

Die zweite Runde der Bürgerinformation zu dem Pipelineprojekt startet vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens in unserer Region Mitte März. Entlang der geplanten Trasse finden die Bürgerinformationen dazu in Erkelenz am 14. März, in Linnich am 15. März, in Aachen am 20. März, in Würselen am 21. März und in Baesweiler am 22. März statt.

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