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Düsseldorf/Aachen: Piepenkötter bestätigt Drogen-Ermittlungen in JVA Aachen

Düsseldorf/Aachen : Piepenkötter bestätigt Drogen-Ermittlungen in JVA Aachen

Nordrhein-Westfalens Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) hat ein umfangreiches Drogen-Ermittlungsverfahren in der JVA Aachen bestätigt.

Der „Spiegel” hatte berichtet, dass der festgenommene Aachener Vollzugsbeamte, der zwei Schwerverbrechern bei ihrer Flucht geholfen haben soll, vor dem Ausbruch polizeilich observiert worden sei.

Wenige Tage vor dem Gefängnisausbruch von Heckhoff und Michalski am 26. November habe ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) der Polizei den 40 Jahre alten Gefängnisbeamten im Visier gehabt, aber bewusst nicht zugegriffen.

In einem Brief an die Grünen-Abgeordnete Monika Düker, der der dpa vorliegt, schreibt Piepenkötter: „Es sind unverzüglich Maßnahmen zur Überprüfung des Verdachts ergriffen worden.” Diese Ermittlungen hätten dem Verfahrensstand nach aber nichts mit dem Ausbruch zu tun. Über die Ermittlungen sei auch im Rechtsausschuss des Landtages vertraulich berichtet worden. Aus diesem Kreise seien Informationen allerdings weitergeben worden. Sie wolle aber die Grünen-Abgeordnete nicht persönlich verdächtigen.

Die Aachener Staatsanwaltschaft hatte bereits vor einigen Tagen berichtet, der wegen Fluchthilfe festgenommene JVA-Beamte sei wahrscheinlich schon vorher in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen. Zehn Tage vor der Flucht seien gegen den Mann Ermittlungen wegen Bestechlichkeit eingeleitet worden. Der Beamte habe „auf Veranlassung eines Gefangenen” einen Geldbetrag von 200 Euro angenommen.