Berlin: Peter Grünberg in der Ruhmeshalle der Forschung

Berlin: Peter Grünberg in der Ruhmeshalle der Forschung

In einem Festakt ist Dienstagabend der Jülicher Wissenschaftler Peter Grünberg, Nobelpreisträger für Physik, in Berlin in die Ruhmeshalle der deutschen Forschung aufgenommen worden.

Die Jury würdigt damit seine Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands, der in Computer-Festplatten Anwendung findet. Für diese Entdeckung war ihm 2007 der Nobelpreis verliehen worden. Die Festrede für Peter Grünberg, 70, hielt Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) vor 150 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Der Riesenmagnetowiderstands- oder GMR-Effekt brachte den Durchbruch zu Giga-Byte-Festplatten, die heutzutage in jedem PC im Einsatz sind. Gemeinsam mit dem Franzosen Albert Fert begründete Grünberg die Zukunftstechnologie Spintronik, die den quantenmechanischen Spin der Elektronen für die Mikro- und Nanoelektronik nutzbar macht. Dank dieser Jülicher Grundlagenforschung gelang es, leistungsfähige Lese-Schreib-Köpfe für Festplatten zu entwickeln. Grünbergs GMR-Effekt findet man heute in fast jeder Festplatte. Der GMR-Effekt dient zum präzisen Auslesen von Daten. Diese sind auf engstem Raum in winzigen Bereichen unterschiedlicher Magnetisierung gespeichert.

Die Ruhmeshalle der deutschen Forschung ehrt jedes Jahr Persönlichkeiten, die durch ihre Lebensleistung einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsstandorts Deutschland erbracht und somit auch den Wirtschaftsstandort im internationalen Wettbewerb zukunftsfähiger gemacht haben. Peter Grünberg wird aufgenommen für seine Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands und für die daraus abgeleiteten Anwendungen der so genannten Spintronik in Computer-Hardware und Informations-Technologien.

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