Ostermärsche gehen in Dortmund mit Zeichen gegen Rechts zu Ende

Bundesweit 95 Ostermärsche : Viele Menschen demonstrieren zu Ostern in NRW für den Frieden

Bei den traditionellen Ostermärschen stehen in diesem Jahr neben Abrüstung und Gerechtigkeit auch der Widerstand gegen Neonazis und gegen die Atomkraft im Blickpunkt.

Zahlreiche Demonstranten haben am Osterwochenende in Nordrhein-Westfalen mit vielfältigen Aktionen für Frieden, Abrüstung und Gerechtigkeit demonstriert. Am Ostermontag setzten nach Polizeiangaben bis zu 300 Menschen zum Abschluss der traditionellen Ostermärsche mit einer Kundgebung im Stadtteil Dorstfeld außerdem ein Zeichen gegen Rechts. Der Stadtteil gelte als Hotspot der rechten Szene im Ruhrgebiet, begründete der Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsgegnerInnen, Joachim Schramm, die Wahl des Veranstaltungsorts.

Dortmund war auch in diesem Jahr Endpunkt des dreitägigen Ostermarsches Rhein-Ruhr, der unter dem Motto „Abrüsten statt Aufrüsten – Verbot der Atomwaffen! – Für eine Europa des Friedens!“ lief. Zuvor hatten am Ostersonntag bereits rund 150 Friedensaktivisten mit einem Fahrradkorso von Essen nach Bochum für den Frieden demonstriert.

Zur Hauptkundgebung in Düsseldorf kamen am Karsamstag bei schönstem Sommerwetter laut Polizeiangaben 600 Menschen – die Aktivisten sprachen sogar von etwa 1000 Teilnehmern. Startpunkt der Ostermärsche 2019 in NRW war am Karfreitag die Kundgebung von etwa 250 bis 300 Atomkraftgegnern und Friedensbewegten vor der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau.

Die Ursprünge der Bewegung gehen auf die Zeit des Kalten Krieges zurück. In den Hochphasen um 1968 und 1983 demonstrierten in der Bundesrepublik Hunderttausende auf Ostermärschen für Frieden und atomare Abrüstung. Obwohl die Teilnehmerzahlen laut den Initiatoren in den letzten Jahren leicht angestiegen waren, kommen nur noch wenige tausend Menschen zu den Märschen.

(dpa)
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