Düren: Ohne Tabus: Christian Wulff kommt nach Düren

Düren: Ohne Tabus: Christian Wulff kommt nach Düren

Es ist der ausdrückliche Wunsch von Christian Wulff, dass junge Leute bis 21 Jahre keinen Eintritt zahlen müssen. Der ehemalige Bundespräsident wolle damit Interesse wecken und die Demokratie fördern, sagt Ulrich Stockheim, der Wulff am kommenden Mittwoch, 2. November, in der Birkesdorfer Festhalle zum 3. Dürener Stadtgespräch empfangen wird.

„Es könne kaum ein besseres Timing geben“, sagt Kommunikationsberater Stockheim. In den USA werde gewählt, in Deutschland über die Bundespräsidentenwahl geredet. Themen, zu denen Stockheim den 2012 zurückgetretenen Ex-Bundespräsidenten befragen wird.

Aber nicht nur: Es geht um die Lage Deutschlands in der Welt, um das Ansehen, Erwartungen, Gefahren und Chancen für 2017. Etwa eine Stunde soll das Gespräch dauern, danach hat das Publikum die Möglichkeit, Wulff zu befragen. Es werde keine Tabus geben, sagt Stockheim, der mit Wulff auch über die Rolle der Medien reden wird. Wulff, 57 Jahre alt, war 2012 im Zuge staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen zurückgetreten und hat vor zwei Jahren das Buch „Ganz oben Ganz unten“ veröffentlicht.

Auf die Frage, warum er nach wie vor öffentlich präsent sei, sagte Wulff jüngst, das sei ganz einfach, Deutschland brauche Demokraten. Er suche nicht die großen Bühnen, sondern komme lieber mit normalen Bürgern ins Gespräch.

Dazu besteht am Mittwoch Gelegenheit. Wulff tritt ohne Gage auf, der Erlös der Veranstaltung kommt karitativen Zwecken zugute. Unterstützt werden Projekte für Jugendliche, die sich mit Sprache beschäftigen.

Das Stadtgespräch beginnt um 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr). Karten sind gegen eine Spende von 25 Euro an der Abendkasse und im Dürener Reisebüro Thomas Cook, Zehnthofstraße 16, erhältlich. Anmeldung für Menschen bis 21 Jahre: info@stadtgespraech-dueren.de.

(inla)