Insolvenz der Aachener Bäckereikette: Oebel will schon ab Freitag wieder öffnen

Insolvenz der Aachener Bäckereikette : Oebel will schon ab Freitag wieder öffnen

Die in Turbulenzen geratene Aachener Großbäckerei Oebel will alle ihre rund 170 Filialen in Nordrhein-Westfalen ab Freitag, spätenstens ab Samstag, wieder öffnen.

Am Donnerstag blieben die Auslagen leer, die Geschäfte geschlossen. „Vorübergehend geschlossen“ stand an vielen der etwa 170 Oebel-Filialen in NRW. Die Aachener Großbäckerei Oebel hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet.

Zuvor hatte der Insolvenzverwalter von Kronenbrot die Notbremse gezogen und den Liefervertrag mit Oebel aufgekündigt. Zu groß waren nach Informationen unserer Zeitung die Außenstände. Die etwa 940 Mitarbeiter von Oebel, überwiegend Frauen, beziehen nun Insolvenzgeld.

Die Filialen sollen nun am Freitag, „spätestens am Samstag“ wieder geöffnet werden, sagt eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Dr. Dirk Wegener von der Bonner Wirtschaftskanzlei dhpg. Geliefert wird die Ware nun von einem neuen Großbäcker. Dem Vernehmen nach handelt es sich um die Prümtaler-Mühlenbäckerei aus der Eifel.

In den nächsten Wochen wollen die Insolvenzverwalter sowohl bei Kronenbrot als auch nun bei Oebel die Sanierungschanchen für die angeschlagenen Unternehmen ausloten. Eine konkrete Prognose der Juristen gibt es noch nicht.

Als Gründe für die Insolvenz nannte die Sprecherin einerseits Logistik-Probleme infolge der Insolvenz des Lieferanten Kronenbrot vor einem Monat. Außerdem hätten unerwartet massive witterungsbedingte Umsatzeinbrüche im heißen Juni das Unternehmen belastet.

Im Zuge der Oebel-Insolvenz war auch der Geschäftsführer Wolfgang Mainz von seinem Ehrenamt als Präsident der IHK Aachen zurückgetreten.

(pa)
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