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Statistik: NRW wird immer älter

Statistik : NRW wird immer älter

Viele Menschen werden älter als in früheren Generationen. Das Durchschnittsalter im Land steigt. Sehr gut leben Ältere offenbar in Bad Sassendorf.

Die nordrhein-westfälische Bevölkerung wird im Schnitt immer älter: Von Ende 2011 bis Ende 2020 stieg sich das Durchschnittsalter im Bundesland um achteinhalb Monate auf 44,3 Jahre, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mitteilte. NRW liegt damit knapp unter dem bundesweiten Durchschnittsalter von 44,6 Jahren Ende 2020 – 43,3 Jahren bei Männern und 45,9 Jahren bei Frauen.

In Nordrhein-Westfalen gab es den stärksten Anstieg des Durchschnittsalters von 2011 bis 2020 in den eher ländlichen Kreisen Borken und Coesfeld. Die höchsten Rückgänge wurden dagegen für die Städte Gelsenkirchen und Hagen ermittelt. Einen leichten Rückgang des Durchschnittsalters auf 43,1 Jahre verzeichnete auch die Landeshauptstadt Düsseldorf.

Die Entwicklung des Durchschnittsalters lässt sich bundesweit in einer neuen interaktiven Anwendung der Statistik-Ämter ablesen. Die Menschen in der Region sind in der Städteregion Aachen am jüngsten. Dort liegt das Durchschnittsalter bei 43,3 Jahren. Besonders die Stadt Aachen mit 41,3 Jahren ist dafür verantwortlich. Im Kreis Düren (44,6 Jahre) und Kreis Heinsberg (44,8 Jahre) ist die Bevölkerung mehr als ein Jahr älter als in der Städteregion. Die älteste Gemeinde in der Region ist Heimbach mit 48,8 Jahren, gefolgt von Wegberg mit 46,5 Jahren.

Die „älteste“ Gemeinde im gesamten Bundesland übertrifft die 48,8 Jahre noch einmal deutlich: Es ist der Kurort Bad Sassendorf bei Soest. Dort lag der Altersschnitt Ende 2020 bei 50,1 Jahren, wie das Landesamt mitteilte. Die Gemeinde mit ihrem Thermalbad, dem Kurpark und dem Gradierwerk ziehe keineswegs nur Rentner, sondern auch Familien an, betonte eine Sprecherin. „Von Methusalem-City kann keine Rede sein.“

Aber viele Menschen wählten die Gemeinde später als Alterswohnsitz – gerade wegen der zahlreichen Kur- und Gesundheitseinrichtungen. Bei Umbauten achte die Gemeinde besonders auf Barrierefreiheit, die flache Topographie der Soester Börde komme alten Menschen entgegen. Bad Sassendorf hat NRW-weit auch mit Abstand die meisten Hochbetagten: 245 Menschen über 90 lebten Ende 2020 in der Gemeinde – mehr als 20 pro 1000 Einwohnern.

(dpa/jas)