Schulen am Montag vielerorts zu: NRW vor Orkan „Sabine“ in Alarmbereitschaft

Schulen am Montag vielerorts zu : NRW vor Orkan „Sabine“ in Alarmbereitschaft

Es ist die Ruhe vor dem Sturm: Während in NRW noch kaum ein Lüftchen weht, bereiten sich Städte und der Verkehrssektor auf stürmische Tage vor. Viele gehen dabei lieber auf Nummer sicher.

Vor dem Aufziehen des Orkans „Sabine“ am Sonntag bereitet sich Nordrhein-Westfalen darauf vor, den Sturm möglichst glimpflich hinwegfegen zu lassen. Viele große Städte - darunter Köln, Düsseldorf, Essen, Aachen und Gelsenkirchen - lassen den Unterricht an städtischen Schulen am Montag ausfallen, wie sie am Freitag und Samstag mitteilten. Vereinzelt entscheiden auch Schulen für sich selbst, ob der Unterricht stattfindet. Das Alsdorfer Dalton-Gymnasium beispielsweise informierte die Eltern der Schülerinnen und Schülern per Mail über den Unterrichtsausfall. Laut Deutschem Wetterdienst soll der Sturm am Sonntag auf NRW treffen und in der Nacht Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern erreichen.

In anderen Städten sollen die Eltern entscheiden, ob sie den Schulweg ihrer Kinder für sicher halten. Das Schulministerium hatte zuvor Schulen und Schulträger auf die Möglichkeit hingewiesen, am Montag den Unterricht ausfallen zu lassen. „Oberste Priorität hat die Sicherheit und Unversehrtheit aller Schülerinnen und Schüler“, sagte Staatssekretär Mathias Richter (FDP).

In der Landeshauptstadt und in Köln bleiben auch städtische Kindertagesstätten und Sportanlagen geschlossen, wie die Städte mitteilten. An Schulen und Tagesstätten in Düsseldorf sei aber eine Notbereitschaft eingerichtet. Die Feuerwehr riet den Bürgern, sich während des Sturms nicht im Freien aufzuhalten.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet, dass der Orkan „Sabine“ in der Nacht zum Montag in Nordrhein-Westfalen Schäden verursacht und möglicherweise den Verkehr durcheinanderbringt. „Zwischen Windstärke 9 und 12 ist da alles möglich“, sagte Meteorologe Bernd Hussing. Bereits am Sonntagnachmittag werden die ersten schweren Sturmböen erwartet, im Bergland auch orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern. Vereinzelt soll es auch Gewitter mit Starkregen geben. Zum Vergleich: Beim verheerenden Orkan Kyrill im Januar 2007 wurde die stärkste Böe in tiefen Lagen in Düsseldorf mit 145 Stundenkilometern registriert. Der Sturm wird voraussichtlich am Montag andauern. Die Wetterexperten rechnen tagsüber weiterhin mit schweren Sturmböen.

Das Unwetter wird aller Voraussicht nach auch den Verkehr in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland durcheinander bringen: Die Bahn empfahl bereits, Reisen zwischen Sonntag und Dienstag zu verschieben. „Wir sind in Alarmbereitschaft“, sagte eine Sprecherin am Samstag. Mobile Einsatztrupps mit Kettensägen seien in Bereitschaft, um gegebenenfalls Gleise von umgefallenen Bäumen zu befreien. Außerdem stelle man an großen Bahnhöfen Aufenthaltszüge bereit, falls Reisende bei Ausfällen vor ihrem Ziel stranden sollten. Beim Landesbetrieb Straßenbau wurden Rufbereitschaften verstärkt. Auch der Flughafen Köln/Bonn wird „sturmfest“ gemacht.

(red/dpa)