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Sommerfrische nach Corona-Chaos: NRW startet in die Ferien

Sommerfrische nach Corona-Chaos : NRW startet in die Ferien

Nach einem in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Schuljahr können Schüler, Eltern und Lehrer erstmal in die Ferien starten. Die Flughäfen in NRW allerdings erwarten weniger Verkehr als sonst.

Nach einem chaotischen Halbjahr gehen die rund 2,5 Millionen nordrhein-westfälischen Schüler am Freitag in die Sommerferien. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte es an den Schulen wochenlang keinen oder nur eingeschränkten Präsenzunterricht gegeben. Viele Schüler haben ihre Zeugnisse bereits im Laufe dieser Woche erhalten: Wegen der besonderen Situation hatten die Schulen die Möglichkeit, die Zeugnisse zeitlich gestaffelt auszugeben. Für Fragen rund um das Thema Noten bieten die Bezirksregierungen wieder Zeugnistelefone an.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) bekräftigte, nach den Ferien sollten alle Schulen „zu einem verantwortungsvollen Regelbetrieb zurückkehren, sofern die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens dies zulässt“.

Flughäfen rechnen mit weniger Betrieb

Zum Start in die Sommerferien erwarten die großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Reisende als normalerweise. Am Flughafen Köln/Bonn werden nach Angaben eines Sprechers von Freitag bis Sonntag voraussichtlich etwa 15.000 Passagiere starten oder landen - am ersten Ferienwochenende im vergangenen Jahr seien es rund 130.000 gewesen. Statt wie damals 940 Flüge seien dieses Mal nur 140 Starts und Landungen geplant. Ziele seien unter anderem Mallorca, Griechenland, Portugal, Kroatien und die Türkei.

Der Düsseldorfer Flughafen geht für kommendes Wochenende von 120 Starts und Landungen aus - normalerweise seien es bis zu 700, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Zum Ende der ersten Ferienwoche werde die Zahl der täglichen Flüge voraussichtlich auf 200 steigen, bis Ende Juli sollen es dann etwa 300 sein. Der Dortmunder Flughafen teilte am Donnerstag mit, in den Sommerferien insgesamt rund 140 000 Passagiere zu erwarten - rund ein Drittel der Menge des Vorjahres.

„Normalerweise stehen wir in diesen Tagen in den Startlöchern für die größte Reisewelle des Jahres“, sagte der Chef des Flughafens Köln/Bonn, Johan Vanneste. „In diesem Jahr ist alles anders. Dennoch sind wir sehr froh darüber, dass die aktuellen Entwicklungen das Reisen wieder zulassen und der Passagierbetrieb endlich wieder spürbar anläuft.“

(dpa)