Gewaltkriminalität: NRW startet Dunkelfeld-Studie

Gewaltkriminalität : NRW startet Dunkelfeld-Studie

Nimmt das Ausmaß an Gewaltkriminalität und Sexualstraftaten tatsächlich zu oder erstatten Opfer bloß häufiger Anzeige als früher? Nordrhein-Nordrhein will das genauer ergründen.

Dafür nimmt die Landesregierung jetzt ihre erste eigene Dunkelfeld-Studie zum Thema Gewalt in Angriff. Am Dienstag (10 Uhr) stellen die Minister für Inneres und für Gleichstellung, Herbert Reul und Ina Scharrenbach (beide CDU), Hintergründe, Ziele und Methodik vor. Dabei soll es auch darum gehen, das Sicherheitsempfinden der Bürger in NRW zu erfassen.

Reul rechnet nach ersten vorläufigen Zahlen insgesamt mit einer rückläufigen Kriminalitätsentwicklung für das abgelaufene Jahr. Die amtliche Statistik für 2018 liegt aber noch nicht vor.

Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2017 hatte bei Gewaltdelikten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 4,2 Prozent auf rund 46 700 Fälle ausgewiesen. Davon konnten fast 74 Prozent aufgeklärt werden. Bei Jugendkriminalität und Sexualstraftaten gab es dagegen einen Anstieg. Reul hatte das auch mit der Verschärfung des Sexualstrafrechts erklärt, da auch Beleidigungen und Grapschen inzwischen strafbar sind.

(dpa)