Parteichef Hartmann: NRW-SPD soll Taktgeber im Bund sein

Parteichef Hartmann : NRW-SPD soll Taktgeber im Bund sein

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt betont der Landesvorsitzende Sebastian Hartmann den bundespolitischen Machtanspruch der nordrhein-westfälischen SPD.

„Wir wollen Ideen- und Taktgeber sein als kritische Opposition im Land und auch auf Bundesebene“, sagte Hartmann (41) der Deutschen Presse-Agentur. „Nichts ist gegen die NRW-SPD entschieden worden in der Vergangenheit“.

Der Bundestagsabgeordnete aus Bornheim war vor einem Jahr zum neuen Vorsitzenden des mitgliederstärksten SPD-Landesverbandes gewählt worden. Eine Findungskommission hatte den bis dahin relativ unbekannten Bundespolitiker als einzigen Kandidaten nominiert. Hartmann folgte auf das SPD-Urgestein Michael Groschek, der die NRW-SPD seit der Niederlage bei der Landtagswahl 2017 und dem Rücktritt von Hannelore Kraft übergangsweise geführt hatte.

Seine Aufgabe, die NRW-SPD aus ihrem Tief herauszuholen, sieht Hartmann als „Dauerlauf“. „Man kann nicht einfach so den Hebel umlegen und sagen, es ist die eine Person oder die eine Entscheidung, die dazu führt, dass alles wieder gut wird.“ Die SPD in NRW war bei der Europawahl auf gut 19 Prozent abgerutscht und hinter den Grünen gelandet.

(dpa)