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Nach verpasstem Landtagseinzug: NRW-SPD macht Ex-Abgeordneten Kämmerling zum Landesgeschäftsführer

Nach verpasstem Landtagseinzug : NRW-SPD macht Ex-Abgeordneten Kämmerling zum Landesgeschäftsführer

Stefan Kämmerling wird das Amt des Landesgeschäftsführers bei der SPD übernehmen. Im Mai hatte der Kandidat im Wahlkreis Aachen IV den Wiedereinzug in den Landtag denkbar knapp verpasst.

Nach der verlorenen Landtagswahl will die nordrhein-westfälische SPD ihre Organisationsstruktur für künftige Wahlkämpfe stärken. Dafür werde der Ex-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling das Amt des Landesgeschäftsführers übernehmen, sagte NRW-SPD-Chef Thomas Kutschaty am Montag in Düsseldorf.

Kämmerling hatte sich als SPD-Sprecher im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe einen Namen gemacht, aber den Wiedereinzug in den Landtag ganz knapp verpasst.

Im Wahlkreis Aachen IV, der Eschweiler, Stolberg, Monschau, Roetgen und Simmerath umfasst, unterlag er überraschend CDU-Kandidat Daniel Scheen-Pauls. Kutschaty, der auch Fraktionschef ist, betonte, ihm sei es wichtig gewesen, dass Kämmerlings Expertise nach dem Ausscheiden aus dem Landtag nicht verloren gehe.

Kämmerling (46) werde für organisatorische Fragen in der Landesgeschäftsstelle zuständig sein, während die Rolle von SPD-Generalsekretärin Nadja Lüders weiterhin auf politischer Ebene zu sehen sei, sagte Kutschaty. Das Amt des Landesgeschäftsführers habe es früher schon gegeben, es sei aber in letzter Zeit nicht mehr besetzt gewesen.

Die SPD wolle mit der Neubesetzung ihre strategische Planung stärken. Es gehe darum, wie die Menschen im Land angesichts der Wahl- und Demokratiemüdigkeit erreicht werden könnten. Die SPD müsse sich organisatorisch so aufstellen, dass sie in allen Stadtteilen und Dörfern des Landes sichtbar sei.

An diesem Freitag zieht die NRW-SPD nach Angaben Kutschatys wieder in ihre Geschäftsstelle im Neubau in der Düsseldorfer Kavalleriestraße ein. Die Partei hatte wegen des Abrisses des alten Gebäudes und des Neubaus über längere Zeit ein Ausweichquartier bezogen.

(dpa)