Düsseldorf: NRW rüstet Kapazitäten für Flüchtlinge auf: 35 Mal mehr Plätze

Düsseldorf : NRW rüstet Kapazitäten für Flüchtlinge auf: 35 Mal mehr Plätze

Das Land Nordrhein-Westfalen unternimmt enorme Kraftanstrengungen, um Flüchtlinge unterzubringen: Die Gesamtkapazität an Plätzen ist in den vergangenen drei Jahren um das 35-fache gesteigert worden.

Das geht aus einem Bericht von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hervor, den der Fachausschuss des Düsseldorfer Landtags am Donnerstag erörtert hat. Allein in der zweiten Septemberwoche kamen 15.656 Flüchtlinge nach NRW - mehr als im Jahr 2012 an Erstantragstellern registriert wurde (15.028).

Wie die landesweit zuständige Bezirksregierung Arnsberg der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, liegt die Gesamtzahl der Plätze in Regel- und Notunterkünften aktuell bei 67.309. Davon waren am Donnerstag fast 53.000 belegt. Bis zum 22. Oktober waren in NRW über 214.000 Flüchtlinge aufgenommen worden - die weitaus meisten kamen in rund 250 Notunterkünften unter. Über 1000 Notfallplätze werden bereits in Jugendherbergen genutzt.

Gut ein Drittel der nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge kommt aus Syrien; ein Zehntel aus Albanien, ein weiteres Zehntel aus Afghanistan. Weitere Hauptherkunftsländer sind der Irak, Kosovo, Pakistan und Eritrea.

Die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge sei entbürokratisiert worden, berichtete Jäger. Abrechnungen für ärztliche Behandlungen müssen nicht mehr von der Bezirksregierung Arnsberg bearbeitet werden, sondern werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen übernommen.

(dpa)
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