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Nach Spahn-Forderung: NRW lehnt Wiedereröffnung von Impfzentren ab

Nach Spahn-Forderung : NRW lehnt Wiedereröffnung von Impfzentren ab

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einem Wiederhochfahren der Impfzentren zurückgewiesen.

Die Impfzentren in alter Form werde es nicht mehr geben, erklärte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Montag. Seit der Schließung der Impfzentren Ende September würden die Impfungen überwiegend von der niedergelassenen Ärzteschaft sowie der Betriebsärzteschaft übernommen. „Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben die Zusage gegeben, dass die Impfungen problemlos laufen und es genügend Arztpraxen gibt, die flächendeckend Impfangebote anbieten.“

Zugleich habe die Landesregierung sogenannte „Koordinierende Covid-Impfeinheiten“ in den Kreisen und kreisfreien Städten eingerichtet. Damit könne man gegebenenfalls auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren, hieß es. Die „KoCIs“ genannten Einheiten sind unter anderem für dezentrale, niederschwellige Impfaktionen ohne Termin zuständig.

Spahn hatte der „Rheinischen Post“ gesagt: „Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen.“ Zudem riet Spahn dazu, in einem ersten Schritt alle Menschen über 60 schriftlich zur Impfung einzuladen.

Das Landesministerium verwies in diesem Zusammenhang auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, wonach die Auffrischungsimpfungen derzeit vor allem über 70-Jährigen, Bewohnern sowie Beschäftigten der Pflegeeinrichtungen und Personal in medizinischen Einrichtungen angeboten werden sollen. Insgesamt umfasse das in Nordrhein-Westfalen rund 4,5 Millionen Menschen. Derzeit werden die über 70-Jährigen in NRW per Brief über die Empfehlung einer Auffrischungsimpfung informiert.

(dpa)