Heimbach: NRW könnte zwei weitere Nationalparke erhalten

Heimbach: NRW könnte zwei weitere Nationalparke erhalten

Nach Vorstellungen der rot-grünen Landesregierung wird es in Nordrhein-Westfalen wenigstens einen zusätzlichen Nationalpark geben, der 2004 eröffnete Nationalpark Eifel könnte schon in absehbarer Zukunft Konkurrenz bekommen.

Wie NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) am Rande der Eröffnung des ersten barrierefreien Wanderweges im Nationalpark Eifel im Gespräch mit unserer Zeitung sagte, setze sich die Regierung dafür ein, das Senneland am Westhang des Teutoburger Waldes als zweiten und den Teutoburger Wald selbst als dritten Nationalpark Nordrhein-Westfalens auszuweisen.

Allerdings ist dieses Vorhaben nicht frei von Komplikationen, denn das infrage stehende Gebiet wird im Moment noch von der britischen Armee militärisch genutzt, ähnlich wie Vogelsang bei Eröffnung des Nationalparks Eifel 2004. Das belgische Militär räumte die Anlagen der ehemaligen Ordensburg samt angrenzenden Truppenübungsplatz erst 2006. Remmel sagte , notfalls müsse ein Nationalpark Senne eben „mit zeitgleicher militärischer Nutzung” ausgewiesen werden, um den Prozess in Gang zu bringen.

Gegen Pläne, den Teutoburger Wald zum Nationalpark zu erklären, hat Remmel nichts einzuwenden, allerdings erfährt dieses Vorhaben keine gesonderte Unterstützung der Landesregierung. Im Übrigen hätte Remmel „nichts dagegen”, den Nationalpark Eifel zu erweitern.

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