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Altenpflege: NRW hat noch nicht über Aufstockung des Pflegebonus entschieden

Altenpflege : NRW hat noch nicht über Aufstockung des Pflegebonus entschieden

Nordrhein-Westfalen will über die Umsetzung des vom Bundestag beschlossenen Pflegebonus für Beschäftigte in der Altenpflege noch entscheiden.

„Ich habe schon mehrfach betont: Ich gönne den Pflegekräften in Altenheimen die vom Bund beschlossene Prämienzahlung von Herzen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag auf Anfrage. Aber: „Wir brauchen mehr als eine einmalige Wertschätzung.“

Notwendig seien dauerhaft faire Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche. Dazu zählten flächendeckende Tarifverträge als eine „dauerhafte und langfristige Anerkennung ihres Einsatzes.“ Laumann sieht dafür auch die Bundesregierung in der Pflicht: Sie müsse ein Konzept für eine bundesweite tarifliche Regelung der Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege vorlegen, forderte er.

Beschäftigte in der Altenpflege sollen in diesem Jahr eine gestaffelte Prämie von bis zu 1000 Euro bekommen. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag. Die Höhe richtet sich nach Funktion und Arbeitszeit. Die Kosten werden mit rund einer Milliarde Euro veranschlagt. Länder oder Arbeitgeber können den Bonus auf bis zu 1500 Euro aufstocken, die steuerfrei bleiben würden. Mehrere Länder haben das schon angekündigt.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in NRW bereits eine Unterschriftenaktion für einen „Corona-Bonus“ für Pflegekräfte gestartet. Mindestens für April, Mai und Juni sollten Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen, die in der Coronavirus-Krise besonders belastet seien, pro Monat eine Prämie von 500 Euro bekommen.

(dpa)