100 Jahre Frauenwahlrecht: NRW-Grüne wollen einmaligen Feiertag

100 Jahre Frauenwahlrecht : NRW-Grüne wollen einmaligen Feiertag

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen wollen in diesem Jahr einen einmaligen Feiertag zum Jubiläum des Frauenwahlrechts. Die Einführung des Frauenwahlrechts sei für die gesamte Gesellschaft ein historisches Ereignis gewesen.

„Analog zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im Jahr 2017 fordern wir, den diesjährigen Internationalen Frauentag am 8. März für 2019 zu einem Feiertag auszurufen, um die Einführung des Frauenwahlrechts zu würdigen“, sagte Fraktionschefin Monika Düker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag).

Berlin hatte am Donnerstag als erstes Bundesland den Internationalen Frauentag am 8. März um gesetzlichen Feiertag erklärt.

Dem Bericht zufolge reagierten SPD und CDU in NRW ablehnend auf den Vorstoß. SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty sagte demnach: „Viel wichtiger als ein Feiertag ist die Umsetzung einer tatsächlichen Gleichstellung - in der Gesellschaft und in der Wirtschaft, zum Beispiel gleicher Lohn für gleiche Arbeit.“

CDU-Politikerin Simone Wendland betonte: „Ein zusätzlicher Feiertag senkt das Bruttoinlandsprodukt um 0,16-0,25 Prozent. Das sind für NRW 1,1 bis 1,7 Milliarden Euro, die nicht erwirtschaftet werden.“

(dpa)
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