Düsseldorf/Köln: NRW-Flughäfen kehren zurück zur Normalität

Düsseldorf/Köln: NRW-Flughäfen kehren zurück zur Normalität

Nach mehrtägiger Zwangspause wegen der Aschewolke aus Island ist der Luftraum über Deutschland am Mittwoch wieder für den Flugverkehr freigegeben worden. Auch auf den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen wurde der reguläre Flugbetrieb weitgehend wieder aufgenommen.

Allerdings kam es weiter zu Beeinträchtigungen und Verspätungen, da sich der Flugbetrieb erst einpendeln muss. Der reguläre Flugverkehr wurde ab 11.00 Uhr wieder aufgenommen.

Für Mittwoch waren am Düsseldorfer Flughafen rund 230 Flüge geplant - bis zum Mittag wurden rund 70 abgewickelt. Ursprünglich waren an diesem Tag 650 Starts und Landungen vorgesehen. Bereits seit Montagabend hatte es in Düsseldorf und anderen Flughäfen in NRW vereinzelte Flüge gegeben. Dabei durften einzelne Fluglinien im kontrollierten Sichtflug Flüge anbieten.

Die Fluggesellschaften hatten dazu Ausnahmegenehmigungen erhalten, um gestrandete Passagiere aus Urlaubsgebieten zurückzuholen. So gab es am Dienstag in Düsseldorf rund 130 Flugbewegungen. Auch am Flughafen Köln/Bonn normalisierte sich der Flugbetrieb. Für Mittwoch waren mehr als 80 Starts von Passagiermaschinen geplant. Üblicherweise zählt der Flughafen doppelt so viele Starts an einem Tag. Die Regionalflughäfen kehrten ebenfalls wieder zu ihrem regulären Flugbetrieb zurück.

Die Flugverbindungen an den Flughäfen Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt wurden schrittweise wieder aufgenommen. Allerdings wird weiterhin mit Flugstreichungen und Verspätungen gerechnet. In Weeze ruhte dagegen auch am Mittwoch der Flugverkehr, weil der Hauptcarrier Ryanair alle Flüge bis Donnerstag (22. April, 13.00 Uhr) annulliert hat. Den Passagieren wird geraten, sich auch in den kommenden Tagen vor der Anreise zum Flughafen bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Nach Einschätzung von Experten wird es mehrere Tage dauern, bis sich der Flugbetrieb wieder normalisiert hat. Unterdessen gibt es nach Medienangaben im NRW-Verkehrsministerium Überlegungen, das Nachtflugverbot am Düsseldorfer Flughafen in den kommenden Tagen zu lockern. Das berichtet die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung” (Donnerstagausgabe) in Essen. Es gelten zwar weiter „nur begründete Ausnahmen”, sagte Ministeriumssprecher Stephan Heuschen der Zeitung.

Aber die Genehmigungen „sollen nun etwas flexibler gestaltet werden als sonst”. Hintergrund ist, dass noch immer Urlauber im Ausland festsitzen: Kehren sie mit tagelanger Verspätung nachts nach Düsseldorf zurück, sollen sie „nicht noch nach Köln umgeleitet werden”, sagte Heuschen. Wünschen, das Nachtflugverbot generell auszusetzen, erteilte er jedoch eine Absage: „Jeden reinkommen lassen, damit der Flugplan wieder in Takt kommt, das kann es nicht sein.” Die Sperrung des Luftraums war Ende der vergangenen Woche nötig geworden, weil nach einem Vulkanausbruch auf Island eine Aschewolke nach Europa gezogen war. Teile des europäischen Luftraums wurden deshalb vorsorglich für den Luftverkehr geschlossen.

Mehr von Aachener Zeitung