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Stimmungstest: NRW-Bürger entscheiden über die Macht in Rathäusern und Kreistagen

Stimmungstest : NRW-Bürger entscheiden über die Macht in Rathäusern und Kreistagen

Wer wird Oberbürgermeister oder Landrätin und welche Mehrheiten stehen ihnen in den Kommunalparlamenten gegenüber? Darüber entscheiden rund 14 Millionen Bürger bei der Kommunalwahl in NRW - dem letzten großen politischen Stimmungstest 2020 in Deutschland.

Rund 14 Millionen Bürger stimmen am Sonntag bei der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl ab, wer in den nächsten fünf Jahren die Entscheidungen in ihren Wohnorten treffen soll. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr.

Gewählt werden Bürgermeister, Oberbürgermeister (OB), Landräte sowie Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage und Bezirksvertretungen in kreisfreien Städten. Zudem werden Integrationsräte gewählt. Im Ruhrgebiet erhalten über vier Millionen Wahlberechtigte des Ruhrgebiets erstmals die Möglichkeit, direkt Delegierte in das sogenannte Ruhrparlament zu entsenden.

Die Kommunalwahl im einwohnerstärksten Bundesland ist die letzte große Wahl in diesem Jahr in Deutschland. Repräsentativen Wählerumfragen zufolge dürfte es in vielen Städten spannend werden. Besonders symbolträchtig ist der Kampf um die Landeshauptstadt: In Düsseldorf könnte die CDU den OB-Posten zurückerobern. In Aachen könnten die Grünen erstmals ein solches Amt in NRW besetzen.

Viele Bürger haben aus Angst vor einer Corona-Infektion in diesem Jahr per Brief gewählt. Etliche Städte und Gemeinden meldeten einen deutlichen Anstieg der Anträge im Vergleich zur Kommunalwahl 2014.

Seit 1999 hat die CDU bei Kommunalwahlen in NRW regelmäßig landesweit die meisten Stimmen geholt. Auch bei der vorangegangenen Kommunalwahl 2014 war sie mit 37,5 Prozent Siegerin, gefolgt von SPD (31,4), Grünen (11,7) sowie FDP und Linken (je 4,7 Prozent). Die AfD hatte mit 2,5 Prozent der Stimmen so gut wie keine Rolle gespielt.

(dpa)