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Flugausfälle am Airport Düsseldorf: „Noch nie dagewesene Situation“

Flugausfälle am Airport Düsseldorf : „Noch nie dagewesene Situation“

An den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen führt die Corona-Krise zu massiven Auswirkungen. „Das Verkehrsaufkommen der aktuellen Woche bewegt sich unter 30 Prozent des Vorjahresniveaus“, teilte der Düsseldorfer Airport am Montag mit. Das führe „zu einer noch nie dagewesenen Situation“.

Der größte Airport des bevölkerungsreichsten Bundeslandes denkt deshalb sogar darüber nach, einzelne Flugsteige ganz zu schließen.

„Wir spüren das deutlich“, sagte auch eine Sprecherin der Flughafens Köln/Bonn. Allein durch die restriktiven Einreisebeschränkungen der Türkei würden täglich rund 20 Flüge ausfallen. Am Sonntag habe es noch 170 Flüge gegeben, im Jahr zuvor waren es am gleichen Tag 240.

Auf eine flächendeckende Schließung der Flughäfen verzichtet NRW zunächst. Die baden-württembergische Landesregierung will dagegen den Betrieb an allen Flughäfen des Bundeslandes wegen des Coronavirus einstellen, wie am Montag bekannt wurde.

Viele Airlines streichen zunehmend Flüge, Eurowings spricht von rund einem Viertel - Tendenz steigend. Allerdings bietet die Düsseldorfer Fluglinie stattdessen zusätzliche Sonderflüge, um Urlauber wieder nach Hause zu befördern - so etwa aus Palma de Mallorca.

Auch am Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück wurden viele Flüge gestrichen. Zugleich habe die Zahl der Frachtflüge zugenommen, sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung. Weil weltweit so viele Passagierflüge mit Frachtbeiladungen gestrichen würden, ziehe das Frachtgeschäft am Airport Hahn an.

Am Flughafen München ging die Anzahl der Starts und Landungen in den ersten beiden Märzwochen um 16 Prozent zurück. Das Passagieraufkommen sank im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent.

(dpa)