„Stadt im Ausnahmezustand“: Noch kein Sicherheitskonzept für Erdogan vorgelegt

„Stadt im Ausnahmezustand“ : Noch kein Sicherheitskonzept für Erdogan vorgelegt

Ganz kurz vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln fehlt noch das Sicherheitskonzept für seinen wichtigsten Programmpunkt.

Die Türkisch-Islamische Union Ditib habe noch keines für die geplante Eröffnung ihrer Moschee mit Erdogan vorgelegt, sagte Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob am Donnerstag. „Mein Eindruck ist ein wenig, dass die Verantwortlichen der Ditib nicht völlig überschaut haben, welch eine große Veranstaltung sie da fahren“, sagte er.

Erdogan will am Samstag die Ditib-Zentralmoschee in Köln eröffnen. Die Polizei erwartet deshalb eine „Stadt im Ausnahmezustand“ und hat angekündigt, dass sie aus Sicherheitsgründen maximal 5000 Besucher an das Bauwerk lassen werde.

Die Ditib rechnet nach Angaben der Polizei aber damit, dass „vermutlich ein Fünffaches davon“ kommen werde. Daher müsse sie ein Sicherheitskonzept vorlegen - etwa zu Sanitätern und Fluchtmöglichkeiten.

Der Verband sei aufgefordert, seine Planungen bis zum Freitagmorgen bei der Stadt Köln vorzulegen, sagte Jacob. Zur Frage, ob ansonsten auch noch eine Absage der Veranstaltung möglich sei, sagte er: „Theoretisch wäre das möglich, aber ich möchte da jetzt nicht spekulieren. Wir warten jetzt erstmal die Zeit ab.“

(dpa)
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