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Trauerzüge in Kerkrade und Maastricht: Tausende Menschen bei Gedenkmärschen für getöteten Gino erwartet

Trauerzüge in Kerkrade und Maastricht : Tausende Menschen bei Gedenkmärschen für getöteten Gino erwartet

Die Organisatoren des Kerkrader Trauermarsches für den toten Gino erwarten am Mittwochabend rund 5000 Teilnehmer. Etwa 200 Fahrzeuge sorgen für eine Ehrenwache im Gedenken an den Neunjährigen.

Zur Gedenkveranstaltung für den neunjährigen Gino werden am Mittwochabend in Kerkrade rund 5000 Menschen erwartet. Das teilten die Organisatoren mit. Darunter wird auch die Familie des Neunjährigen sein, der mutmaßlich in der vergangenen Woche einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Ein 22-jähriger Verdächtiger konnte nach mehrtägiger Suche festgenommen werden, er führte die Einsatzkräfte zur Leiche des Jungen. Gegen ihn wird nun wegen Mordes ermittelt.

In der gesamten Provinz Süd-Limburg, besonders in Ginos letzten Wohnorten Maastricht und Kerkrade, sorgte sein Tod für Entsetzen, die Anteilnahme an seinem Schicksal ist riesig. Entsprechend seien zwei Trauermärsche in den beiden Städten mit seiner Familie und den Kommunen abgesprochen worden.

In Kerkrade wurden am Mittwochmorgen bereits die ersten Vorbereitungen getroffen. Ab 19 Uhr sollen sich die Teilnehmer am Kreisverkehr vor dem Eurode Business Center, direkt an der deutsch-niederländischen Grenze, treffen. Um 19.30 Uhr zieht der Trauerzug über die Roderlandbaan und Ailbertuslaan zum Spielplatz an der Hertogenlaan, wo Gino am vergangenen Mittwoch das letzte Mal lebend gesehen wurde. Die Teilnehmer werden aufgrund des hohen Interesses gebeten, möglichst zu Fuß zum Treffpunkt zu kommen.

Begleitet wird die Trauergemeinde von einem Spalier aus rund 200 besonderen Autos und Motorrädern. Diese hätten den Neunjährigen immer besonders begeistert, sagte Organisatorin Gwenda Lankreijer gegenüber dem Portal 1limburg.nl. Gino lebte zuletzt in der Gegend des Stadtteils Rolducerveld bei seiner älteren Schwester. Zuvor wohnte er bei seiner Mutter im Maastrichter Stadtteil Mariaberg. Dort findet am am Donnerstag um 18.30 Uhr ebenfalls ein stiller Trauermarsch statt. Startpunkt ist am Haupteingang des Gemeindezentrums Mariaberg in der Angelierenstraat 35. Die Organisatoren bitten darum, Lichter und Laternen mitzubringen (kein offenes Feuer), um Gino „ins Licht zu stellen“. Man erwarte wie in Kerkrade auch in Maastricht eine „riesige Beteiligung“. Unter anderem zieht der Trauermarsch am Haus, in dem Gino lebte, vorbei, das Ende ist wieder am Gemeindezentrum.

Unsere aktuelle Berichterstattung vom Mittwochabend finden Sie hier:

(cheb)