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Parlamentswahl: Probleme mit der Briefwahl in den Niederlanden

Parlamentswahl : Probleme mit der Briefwahl in den Niederlanden

Am zweiten Tag der Parlamentswahl in den Niederlanden sind große Probleme mit der dort für viele Menschen ungewohnten Briefwahl ans Licht gekommen.

Viele ältere Leute über 70 Jahre hätten Fehler gemacht, dennoch sollten ihre Stimmen gezählt werden. Das Verfahren bei der Auszählung der Briefwahlstimmen werde geändert, damit das Wahlgeheimnis garantiert bleibe, teilte Innenministerin Kajsa Ollongren am Dienstag in den Haag mit.

Wegen der Coronavirus-Pandemie ist die Parlamentswahl vom Mittwoch um zwei Tage verlängert worden. Gewählt wird bereits seit Montag. Erstmals durften Bürger über 70 Jahre auch per Post ihre Stimme abgeben. Das war bisher nur Niederländern gestattet, die nicht im Land wohnen.

Beim Sortieren der Umschläge war deutlich geworden, dass viele alte Leute den Wahlschein und den ausgefüllten Wahlzettel in denselben Umschlag gesteckt hatten. Damit kann aber die Identität des Wählers an die Stimme gekoppelt werden. Nach Angaben des Ministeriums geht es um fünf bis zehn Prozent der Stimmen.

Nach dem neuen Verfahren dürfen die Umschläge mit dem Wahlzettel geöffnet werden, um den Wahlschein herauszuholen. Dann werden die geschlossenen Umschläge in eine Urne geworfen. Gezählt wird erst am Mittwochabend.

(dpa)