Ermittler setzen auf neue Verfahren: Polizei in Limburg mit Drohnen auf Verbrecherjagd

Ermittler setzen auf neue Verfahren : Polizei in Limburg mit Drohnen auf Verbrecherjagd

Mit Drohnen auf Verbrecherjagd: In Südlimburg wird das schon bald zum Alltag gehören. Die Polizei in der südniederländischen Provinz wird als eine von drei Einheiten in den Niederlanden mit zwei unbemannten Flugobjekten ausgestattet, um so neue Wege in der Tatortaufnahme, bei schweren Unfällen, Großdemonstrationen, aber auch bei der Bekämpfung grenzüberschreitenden Drogenhandels oder von mobilen Banden zu gehen.

Dies wurde jetzt bei der Eröffnung des Innovationslabs (iLab) in Heerlen bekanntgegeben, das dem Brightlands Smart Service Campus angeschlossen ist. Dort arbeiten innovative Startups und etablierte Unternehmen, Wissensinstitute, Forscher, Studenten und Behörden zusammen an digitalen Dienstleistungsangeboten und betreiben Datenwissenschaft.

Bestandteil des iLabs ist auch ein iRoom, eine digitale Zentrale, in der rund um die Uhr Informationen und Daten gesammelt und analysiert werden, um Ermittlungsschritte vorzubereiten, Fahndungen zu erleichtern und technische Lösungen für neue Standards in Sachen Sicherheit und Aufklärung zu erzielen. Dazu gehört auch der Einsatz von digitalen Brillen, die am Tatort Daten sofort in das iLab übertragen und dort von Experten ausgewertet und in Zusammenarbeit mit einem Staatsanwalt bei der Aufklärung von Verbrechen eingesetzt werden können.

Ab September soll die App „Kops“ angewendet werden, die Polizisten helfen soll, die Gesichter von Gesuchten zu identifizieren. Die Software ist laut „De Limburger“ von Studenten entwickelt worden und soll in Maastricht, Eindhoven und Horst-Peel en Maas erprobt werden. Auch mobilen Diebesbanden will man digital auf die Pelle rücken, etwa durch Koppelung von Aufnahmen aus öffentlichen und privaten Überwachungskameras, etwa in Einkaufszentren.

(hau)
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