Frau in Kerkrade ermordet: Verdächtiger soll bereits 1994 getötet haben

Mordfall Kerkrade : Verdächtiger soll bereits 1994 getötet haben

Der Mann, der am Mittwoch wegen einer tödlichen Messerattacke in Kerkrade verhaften wurde, soll bereits 1994 gemordet haben, berichten niederländische Medien. Er habe mehrere Jahre im Gefängnis und in psychiatrischer Behandlung verbracht.

Der 52-Jährige gilt als dringend tatverdächtig, am Mittwochmittag in Kerkrade eine 42-jährige Frau auf offener Straße erstochen zu haben. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hatte die Polizei ihn in Heerlen festgenommen. Straffällig soll er laut der niederländische Zeitung „De Limburger“ bereits 1994 geworden sein.

Sie bezieht sich auf eigene Recherche und die Aussagen von Familie und Freunden des Opfers. So soll der Verdächtige – der Ex-Freund der 42-jährigen Getöteten – bereits im November 1994 wegen Totschlags, versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Androhung von Gewalt zu sieben Jahren Haft und psychiatrischer Behandlung verurteilt worden sein.

Der damals 28-jährige, so „De Limburger“, habe im Mai 1994 im Zuge einer Familienfehde einem Mann in den Kopf geschossen. Dieser hätte zuvor die Freundin seines Bruders beleidigt.

Über zwanzig Jahre habe er dann in einer psychiatrischen Einrichtung verbracht, die er nur unter strengen Auflagen verlassen durfte, zitiert „De Limburger“ einen Bekannten des Verdächtigen. Diese Bedingungen seien dann im September letzten Jahres ausgelaufen, so der Freund weiter. Als seine Freundin ihre Beziehung beendete, habe er ihr zunächst gedroht und sie nun getötet.

Eine Freundin des Opfers berichtete laut „De Limburger“ außerdem, dass die 42-Jährige wegen der Drohungen ihres Ex-Freundes fast täglich die Polizei gerufen habe. Diese äußerte sich bisher nicht.

(red)
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