Gedenkstein zerstört: Erinnerungsort an Nicky Verstappen beschädigt

Gedenkstein zerstört : Erinnerungsort an Nicky Verstappen beschädigt

„Gegen sinnlose Gewalt“ steht auf der Seite des schwarzen Steins, der an das kurze Leben von Nicky Verstappen erinnern soll – geboren am 13.3.1987, gestorben am 10.8.1998. Eben jener Gedenkstein in der Brunsummerheide, nahe dem Fundort des toten Jungen, ist zum wiederholten Male zerstört worden.

Der elfjährige Nicky Verstappen aus Heibloem verschwand am 10. August 1998 während eines Sommercamps in der Brunssumer Heide. Einen Tag später wurde sein Leichnam abends in einem Tannenwald gefunden, 1200 Meter vom Camp entfernt.

Bilder auf der Seite der niederländischen Tageszeitung „Limburger“ zeigen, wie Teile des Steins brutal abgeschlagen worden sind. Die Polizei ermittelt, doch es ist nicht das erste Mal, dass Vandalen dort zuschlugen.

Bereits im Jahr 2008 wurde ein Mann aus Landgraaf verurteilt, der im Jahr zuvor die Gedenkstätte mutwillig zerstört hatte und Briefe auf dem Stein hinterließ. Er galt vorübergehend als Verdächtiger im Mordfall Verstappen, Ermittlungen ergaben jedoch, dass er unschuldig und psychisch krank war. 2013 stand er erneut vor Gericht, wurde wieder verurteilt, dieses Mal hatte er den Gedenkstein mit gelber Farbe beschmiert.

Nicht nur ein Stein; auch die Erinnerung sei beschädigt worden, sagte die Staatsanwaltschaft damals im Gerichtssaal. Die Stadt Brunssum ließ den Gedenkstein jedes Mal wieder herrichten. Ob sie es auch dieses Mal tun wird, ist noch unklar – wenn es nach den Eltern des Jungen ginge, mache eine Reparatur jedoch „keinen Sinn“. Der lokalen Tageszeitung „Limburger“ sagten sie: „Es wurde bereits eine zusätzliche Verstärkung am Stein angebracht. Wenn du etwas zerstören willst, kriegst du es immer kaputt.“

Derzeit läuft das Gerichtsverfahren gegen den Verdächtigen Jos B. In der zweiten Sitzung Anfang März wurde seine Untersuchungshaft erneut verlängert. B. steht unter Verdacht, Nicky Verstappen entführt, missbraucht und getötet zu haben.