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Warnschilder ignoriert: Deutscher Schüler in niederländischem Safaripark von Gepard attackiert

Warnschilder ignoriert : Deutscher Schüler in niederländischem Safaripark von Gepard attackiert

Ein 17 Jahre alter deutscher Schüler ist im niederländischen Safaripark Beekse Bergen von einem Gepard gebissen worden. Zuvor hatte er mit Mitschülern mehrere Warnschilder ignoriert und war ins Gehege der Raubkatzen geraten.

Der Jugendliche sei dabei leicht verletzt worden, teilte der Safaripark Beekse Bergen, der rund zwei Stunden Autofahrt von Aachen entfernt liegt, am Montagabend der Nachrichtenagentur ANP mit.

Der Jugendliche hatte dem Bericht zufolge mit zwei Mitschülern seiner Klasse, die auf Schulausflug war, den Safaripark in der Nähe von Tilburg besucht und den Weg für Fußgänger trotz Warnungen verlassen – dabei waren die Jungen in das Gehege der Raubtiere geraten. Ein Gepard habe den Jungen in Arm und Kopf gebissen. Nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus konnte er wieder entlassen werden. Die zwei Freunde wurden nicht verletzt.

Nach Darstellung eines Sprechers des Safariparks waren die drei Jungen auf einem Weg gelaufen, der nur für Besucher mit Auto bestimmt ist. Warnschilder am Straßenrand hätten sie ignoriert, zudem überquerten sie ein sechs Meter breites Viehgitter, das unter Strom steht. „Es war klar, dass sie dort nicht hin durften“, sagte der Parksprecher gegenüber dem Sender Omroep Brabant. Als die Jugendlichen feststellten, dass sie im Gehege der Raubtiere gelandet waren, seien sie in Panik weggerannt.

Dennoch konnte eine der Raubkatzen einen der Jungen ergreifen. Besucher in einem Auto riefen den Angaben zufolge um Hilfe. Eine Tierpflegerin habe die Schüler schließlich in Sicherheit gebracht. Der Tierpark überprüft nun nach eigenen Angaben alle Sicherheitsmaßnahmen.

Es ist nicht der erste Zwischenfall in Beekse Bergen: Eine französische Familie stieg 2018 aus ihrem Auto aus, um die Tiere filmen zu können. Dabei wurden sie von Geparden verfolgt, konnten sich aber retten. 2019 fuhr eine deutsche Familie trotz klaren Warnungen mit offenen Fenstern und offenem Dach durch das Gepardengehege, parkte dort und stieg schließlich aus. Auch hier ging die leichtsinnige Aktion gerade noch gut aus.

(dpa/cheb)