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Corona in Schlachthof Groenlo: Viele Arbeiter wohnen im Kreis Borken

Corona in Schlachthof Groenlo : Viele Arbeiter wohnen im Kreis Borken

Nach einem Corona-Ausbruch in einem grenznahen Schlachthof in den Niederlanden mit vielen in Deutschland untergebrachten Infizierten liegen den Kreisgesundheitsämtern nun genauere Daten vor: Zahlreiche der infizierten Arbeiter sind auf deutscher Seite im Kreis Borken untergebracht.

Zahlreiche der mit dem Coronavirus infizierten Arbeiter aus dem niederländischen Schlachtbetrieb von Groenlo sind auf deutscher Seite im Kreis Borken untergebracht. 54 der positiv getesteten Personen wohnen dort, wie die Kreisverwaltung in Borken am Dienstagabend nach einer Information durch den niederländischen Gesundheitsdienst Noord- en Oost-Gelderland mitteilte.

Davon seien 23 dem Kreisgesundheitsamt bereits als Covid-positiv bekannt. Demzufolge seien nach den Testungen in Groenlo 31 Neu-Infizierte im Kreis Borken zu verzeichnen, erläuterte die Verwaltung. Die Betroffenen wohnten in fünf Städten und Gemeinden des Kreises, darunter seien 20 Menschen in Gronau. Die Betroffenen sowie ihre im Kreis Borken wohnenden, schon ermittelten unmittelbaren Kontaktpersonen würden unverzüglich unter Quarantäne gestellt und das weitere Wohnumfeld der Infizierten werde überprüft, erklärte der Kreis.

26 Arbeiter aus dem Schlachtbetrieb in Groenlo, die positiv auf das Virus getestet wurden, wohnen im Kreis Kleve, wie es in einer Mitteilung des Kreises Kleve am Dienstag hieß. Der Kreis Coesfeld hatte am Montag angegeben, dass es keine Betroffenen im Kreis gebe.

147 Mitarbeiter der Fabrik in Groenlo wurden bisherigen Angaben zufolge positiv auf das Virus getestet, davon wohnten 79 in Deutschland. Die jüngsten Angaben der beiden Kreise Borken und Kleve zusammengenommen sind es rein rechnerisch 80 Menschen. Die Kreisgesundheitsämter auf der deutschen Seite müssen Sorge dafür tragen, dass die Quarantänevorschriften eingehalten werden.

(dpa)