„Sicherer Jahreswechsel“: Böller- und Raketenverbot in den Niederlanden zu Silvester gefordert

„Sicherer Jahreswechsel“ : Böller- und Raketenverbot in den Niederlanden zu Silvester gefordert

Ein Verbot von Böllern und Raketen zu Silvester haben in den Niederlanden die Polizei, Hilfsorganisationen und die größten Städte des Landes gefordert.

„Wir wollen wieder einen fröhlichen und sicheren Jahreswechsel für alle“, hieß es in dem Aufruf an die Regierung, der am Freitag auch in einer seitengroßen Anzeige im „Algemeen Dagblad“ veröffentlicht wurde.

„Der Jahreswechsel in dieser Form ist der gefährlichste Abend des Jahres mit Toten, Hunderten Verletzten, Schäden in Millionenhöhe und Aggression und Gewalt gegen Beamte und Rettungskräfte“, sagte Landespolizeichef Erik Akerboom. Werte und Normen gingen an diesem Abend buchstäblich in Rauch auf. „Viel von diesem Elend kann verhindert werden, wenn nur noch dekoratives Feuerwerk erlaubt wird neben organisierten Feuerwerkshows und öffentlichen Feiern.“

Dem Aufruf schlossen sich 27 Organisationen an. Der Verband der Augenärzte erklärte, dass ein Böllerverbot die Zahl der Augenverletzungen um 60 Prozent senken könne. „Die Gemeinden, und damit ihre Einwohner, zahlen letztendlich für die Schäden im öffentlichen Raum“, sagte die Vorsitzende des niederländischen Städtetags, Liesbeth Spies. „Das Geld kann besser investiert werden in andere schöne Initiativen und in die örtliche Gemeinschaft.“

Örtlich gibt es in den Niederlanden bereits Beschränkungen für Böller, und die Regierung ringt um Regelungen für mehr Sicherheit. Wegen des preiswerteren und umfangreicheren Angebots in Deutschland kaufen viele Niederländer große Mengen Böller und Raketen jenseits der Grenze.

(dpa)
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