Köln: Niedecken verteidigt umstrittenen Kölner U-Bahn-Bau

Köln: Niedecken verteidigt umstrittenen Kölner U-Bahn-Bau

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken hat den Bau der umstrittenen Kölner Nord-Süd-Stadtbahn verteidigt. „Die neue U-Bahn-Strecke ist notwendig. Diese Verkehrsverbindung vom Süden Kölns bis zum Hauptbahnhof hat bislang gefehlt”, sagte Niedecken am Freitag.

Die U-Bahn-Baustelle gilt als wahrscheinliche Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs und zweier benachbarter Wohnhäuser. Bei dem Unglück am Dienstag im Severinsviertel wurden offenbar zwei Männer verschüttet und höchstwahrscheinlich getötet. Niedecken ist selbst im Severinsviertel geboren und aufgewachsen.

Der Sänger nannte das Unglück „ganz, ganz furchtbar”. Die im Bau befindliche Strecke habe man sich ja nicht aus Luxusgründen ausgedacht, betonte Niedecken. Natürlich habe auch er sich gefragt, ob der Bau überhaupt in Relation zu den Belastungen für die Anwohner und Geschäftsleute stehen würde.

Nach drei Besuchen auf der U-Bahn-Baustelle sei sein Respekt vor der Leistung der Arbeiter immens. Das sei echte Knochenarbeit, betonte Niedecken: „Ich denke, dass an einer Stelle nicht ordentlich gearbeitet wurde. Das passiert auf allen Arbeitsstätten, aber es hat nicht immer diese furchtbaren Konsequenzen.”

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