Köln/Monschau: Nicht überall gute Sicht auf den „Blutmond”

Köln/Monschau : Nicht überall gute Sicht auf den „Blutmond”

Der rot schimmernde „Blutmond” hat in der Nacht zum Montag für ein seltenes Schauspiel gesorgt. Allerdings war die Sicht trotz weitgehend klarem Himmel nicht überall in Nordrhein-Westfalen gleichermaßen gut.

Während in Köln tatsächlich ein gestochen scharfer kupferroter Mond am Himmel prangte, sah es in Düsseldorf ganz anders aus: Wer dort um kurz vor 5 Uhr morgens das Firmament absuchte, erblickte nur einen murmelgroßen, gelblichen Punkt, der von einem grau-schwarzen Schleier bedeckt war.

Foto: René Pelzer/eifelmomente.de

„Auch wir hatten einen tiefroten Mond erwartet”, sagte Burkard Steinrücken von der Sternwarte Recklinghausen. Er beschrieb den Mond als unerwartet dunkel. Die Größe des Mondes jedoch sei ganz normal gewesen. „Mit bloßem Auge kann man kaum erkennen, ob der Mond in Erdnähe steht, also besonders groß erscheint”, erläuterte er. „Alles in allem war es aber auch trotz der weniger tomatenroten Farbe ein herrliches Spektakel.”

Und das Ende der totalen Phase vom Aussichtsparkplatz oberhalb von Dedenborn. Foto: René Pelzer/eifelmomente.de

In der Eifel gab es dazu noch herbstliches Hochdruckwetter und somit eifeltypischen Nebel in den Tälern, was eine wunderschöne Stimmung im Rurtal bei Dedenborn ergab. Festgehalten wurden diese Momente unter anderem von René Pelzer (www.eifelmomente.de).

Vielerorts hatten Sternwarten Bürger dazu eingeladen, den Mond zwischen 2 und 5 Uhr durch Teleskope zu beobachten. In Bonn hatten sich mehr als 20 Menschen am Astronomischen Institut eingefunden. In Recklinghausen waren etwa 70 Schaulustige zum Mondbeobachten zur Sternwarte gekommen. Der Himmel sei glasklar gewesen, teilte die Sternwarte mit. Im Münsterland und östlich vom Teutoburger Wald gab nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) einige dichtere Wolkenfelder.

Bei einer totalen Mondfinsternis liegen Sonne, Erde und Mond in einer Reihe. Die Erde hält das Licht der Sonne ab, der Mond befindet sich also im Schatten der Erde. Langwelliges Licht war zudem von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gestreut worden und hatte den rötlichen Farbton geschaffen. Zudem wirkte der Mond größer, da er unserem Planeten besonders nahe war.

(red/dpa)
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