Neuss: Neusser Ausstellung zeigt „Grenzenlose Gaumenfreuden” der antiken Küche

Neuss: Neusser Ausstellung zeigt „Grenzenlose Gaumenfreuden” der antiken Küche

Unter dem Titel „Grenzenlose Gaumenfreuden” widmet das Neusser Clemens-Sels-Museum von Freitag an der antiken römischen Küche eine Ausstellung. In der Schau bis 9. Januar gehe es um die Einflüsse der Römer auf die germanischen Provinzen in den Ernährungsgewohnheiten, erklärte das Museum am Freitag in Neuss.

Die Ausstellung werde am Beispiel des römischen Kölns und seines Umlandes „die kulinarische Romanisierung einer Region” nachzeichnen.

Schon vor 2000 Jahren etablierte sich den Angaben zufolge am Niederrhein eine verfeinerte Esskultur, von der zahlreiche archäologische Funde Zeugnis ablegten. „Ob Rübe, Zwiebel oder Sellerie, Apfel, Birne oder Kirsche und Huhn: Die Römer trugen heute vertrautes Gemüse, Obst und Geflügel erstmals in die Provinzen ihres Reiches”, heißt es in der Mitteilung des Museums. Damals seien römische Landgüter für die Versorgung der Militärlager, Städte und Dörfer in den germanischen Provinzen zuständig gewesen. Doch auch die fern der Heimat lebenden Römer wollten nicht auf die gewohnten Genüsse verzichten. So erreichten Olivenöl, Fischsauce, Wein, Feigen, Datteln oder Pfefferkörner als luxuriöse Importware den Nordwesten des römischen Imperiums.

Ein Rahmenprogramm mit Vorträgen über „Leben und Arbeiten auf einem römischen Landgut”, einem Kochkurs über „Kochen wie in römischer Zeit”, einem Gewürzseminar zum „Geschmack der Römer”, einer Weinprobe sowie Römischer Musik runde die Ausstellung kulinarisch ab, hieß es.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Labor für Archäobotanik der Kölner Universität. Präsentiert werden Funde aus dem Amt für Bodendenkmalpflege und Antiken aus dem LVR-Landesmuseum Bonn und dem Römisch-Germanischen Museum Köln. Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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