Aachen: Neujahrsempfang der RWTH: Selbstbewusst ins neue Jahr

Aachen : Neujahrsempfang der RWTH: Selbstbewusst ins neue Jahr

Wenn eine Hochschule wie die RWTH zum Neujahrsempfang lädt, zurückschaut auf das vergangene Jahr und den Blick zugleich in die Zukunft richtet, dann weiß man: Es gibt viel zu berichten. So war es auch am Freitagabend, bei „RWTH transparent“ im neuen Hörsaalzentrum C.A.R.L.

Ernst Schmachtenberg hätte mit den Berichten aus der Hochschule vermutlich einen ganzen Tag füllen können, doch der Rektor der RWTH beschränkte sich mit seinen Kollegen auf 90 Minuten.

Wer also langweilige Reden erwartet hatte, wurde überrascht. Die RWTH sprach nicht bloß darüber, was sie kann — sie zeigte es. Experimente aus dem Bereich der Chemie oder sportliche Einlagen wie der entscheidende Wurf von Judoka Laura Vargas, mit dem die RWTH-Doktorandin vergangenen Sommer bei den Olympischen Spielen in Rio die Bronze-Medaille gewonnen hatte, sorgten für einen kurzweiligen Abend, an dem der Rektor besonders die Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen lobte: „Hinter uns liegt ein aufregendes und gutes Jahr, in dem wir den engen Verbund mit der Stadt unter Beweis stellen konnten“, sagte Schmachtenberg etwa mit Blick auf die Veranstaltungsreihe Future Lab.

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp sah das ähnlich: „2016 hat einmal mehr gezeigt, wie fest die RWTH in der Stadt und bei den Menschen verankert ist.“

Und was hat das neue Jahr zu bieten? Natürlich: die Exzellenzstrategie. Fragen nach geplanten Clustern, mit denen sich die Hochschule erneut für die Plakette „Exzellenz-Universität“ bewerben muss, blieben zuletzt doch eher unbeantwortet — bis Freitagabend. Rudolf Mathar, Prorektor für Forschung und Struktur, gab einen kleinen Einblick in die geplanten Projekte.

So viel steht fest: Die RWTH wird Anträge für sechs eigene Cluster einreichen, drei weitere sollen mit den Unis in Köln und Düsseldorf realisiert werden. Ein Schwerpunkt im Zuge der Industrie 4.0: das Thema „Internet of Production“. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit drei der sechs Anträge für eigene Cluster Erfolg haben werden“, sagte Mathar. An seine Worte wird man sich noch erinnern. Spätestens bei „RWTH transparent“ 2018.

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