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Wasserstoff statt Braunkohle: Neues Kraftwerk in Weisweiler?

Wasserstoff statt Braunkohle : Neues Kraftwerk in Weisweiler?

In Weisweiler könnte demnächst ein großes Wasserstoff-Gaskraftwerk das 2029 auslaufende Braunkohlekraftwerk ersetzen. RWE bestätigt Recherchen unserer Zeitung.

Spätestens 2029 ist Schluss für das Braunkohlekraftwerk in Weisweiler. Nach Recherchen unserer Zeitung könnte dort schon bald ein Gaskraftwerk gebaut werden, das sich mit klimaneutralem Wasserstoff betreiben lässt. RWE bestätigt auf Anfrage, dass man den Standort prüfe. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Diese dürfte allerdings nicht mehr lange auf sich warten lassen. Einer Projektliste zufolge soll das neue Kraftwerk bestenfalls schon 2031 ans Netz gehen. Dies gilt auch für ein weiteres Wasserstoff-Kraftwerk, das im Bereich der bisherigen Braunkohlekraftwerke Neurath oder Niederaußem vorgesehen ist.

Die neuen Kraftwerke sind Teil des Programms „H2ercules“, mit dem RWE und der Pipelinebauer Open Grid Europe (OGE) den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und -nutzung forcieren wollen. Das Investitionsvolumen beträgt 3,5 Milliarden Euro, von denen ein beträchtlicher Teil in unsere Region fließen soll. Denn neben den Kraftwerken ist auch eine neue Pipeline von der belgischen Grenze über Aachen bis nach Porz geplant. Sie soll Wasserstoff aus Belgien transportieren.

Regionale Projekte, von denen es bereits für einige offizielle Absichtserklärungen gibt, könnten ebenfalls daran angeschlossen werden. Der Plan der Konzerne sieht vor, „H2ercules“ bereits zwischen 2026 und 2030 umzusetzen, die Pipeline soll Ende 2030 betriebsbereit sein.