Köln: Neues Begegnungszentrums der Synagogengemeinde Köln eröffnet

Köln: Neues Begegnungszentrums der Synagogengemeinde Köln eröffnet

In einem Festakt mit rund hundert geladenen Gästen ist am Freitag in Köln ein jüdisches Begegnungszentrum mit Synagoge eröffnet worden.

„Der Kölner Norden hat jetzt ein jüdisches Zuhause”, sagte Roland Graetz, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, bei der Feier im Stadtteil Chorweiler. NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) zeigte sich erfreut, dass „jüdisches Leben in Deutschland wieder selbstverständlicher” geworden sei.

Die Einweihung des Begegnungszentrum, das von seinem Ministerium bezuschusst wurde, nannte Laschet einen „Anlass wahrer Freude”. Chorweiler sei „einer der multikulturellsten Orte in Köln”.

Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) nannte es eines seiner zentralen politischen Anliegen, „dass sich die jüdische Gemeinde in Köln wirklich heimisch fühlen kann”. Er freute sich darüber, dass die Gemeinde diese Heimat mitgestalte.

In den Räumen des Begegnungszentrums befinden sich Beratungsbüros und eine Bibliothek mit deutscher, russischer und hebräischer Literatur.

In einem großen Versammlungsraum können Gottesdienste gefeiert werden. Die jüdische Gemeinde hatte der katholischen Nachbargemeinde St. Johannes XXIII. einen Teil des Gemeindezentrums abgekauft.

Jetzt leben auf engstem Raum eine evangelische, eine katholische und eine jüdische Gemeinde zusammen.

„Jeder geht auf dem Weg zu seinem Gemeindezentrum automatisch an denen der anderen vorbei”, erläuterte Graetz. Die rund 800 Mitglieder der jüdischen Gemeinde stammen vorwiegend aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Sie wollen viele interreligiöse Projekte anstoßen, „vielleicht auch irgendwann mit unseren muslimischen Freunden”, sagte Gaetz.

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