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Krefeld: Neue Synagoge in Krefeld wird am 14. September feierlich eröffnet

Krefeld : Neue Synagoge in Krefeld wird am 14. September feierlich eröffnet

Die neue Synagoge in Krefeld wird am 14. September feierlich eröffnet. Zu dem Festakt werden die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sowie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) als Ehrengäste erwartet.

Dies teilte am Dienstag eine Sprecherin des Vereins Stiftung Isidor Herzfelder mit. Der gemeinnützige Verein ist Bauherr und wird das neue Bethaus der jüdischen Gemeinde in der Niederrheinstadt übergeben.

Rund 70 Jahre nach der Zerstörung ihrer alten Synagoge erhält damit die jüdische Gemeinde Krefelds, die bis weit an den Niederrhein reicht und rund 1100 Mitglieder hat, wieder ein eigenes Bethaus.

Die Synagoge in der Wiedstrasse mit ihren etwa 220 Plätzen im Gebetsraum und auf der Frauen-Empore ist durch einen rund zwölf Millionen Euro teuren Umbau eines Gewerbe-Gebäudes entstanden.

Unerwartete technische Probleme hatten nicht nur zu Kostensteigerung, sondern auch zur Verzögerung bei der insgesamt fünfjährigen Bauzeit für das Bethaus und das angeschlossene Gemeindezentrum geführt.

Künstlerischer Schmuck der schlichten Synagogenfassade ist ein dreiteiliges Glasfenster, das der bedeutende niederländische Glaskünstler Jan Thorn-Prikker 1928 für die ein Jahrzehnt später von den Nazis zerstörte Synagoge von Krefeld geschaffen hatte.

Mit Spendengeldern konnten die alten Fenster, deren Entwurfszeichnungen im örtlichen Museum aufbewahrt worden waren, wieder rekonstruiert werden. Das schlichte Innere schmückt ein Thoraschrein, der von zwei großen Granitstelen als Symbole der Gesetzestafeln flankiert wird.