Maastricht: Neue Ermittlungen im Fall Nikky Verstappen

Maastricht: Neue Ermittlungen im Fall Nikky Verstappen

Im Fall des 1998 ermordeten Nikky Verstappen hat die Maastrichter Staatsanwaltschaftdie Ermittlungen jetzt an ein sogenanntes Cold Case Team übertragen. Das berichtet das «Dagblad de Limburger».

Der damals 11 Jahre alte Junge aus Heibloem war während einer Ferienfreizeit in der Brunssummer Heide verschwunden und kurze Zeit später tot gefunden worden.

Die Übertragung des Falls an ein Cold Case Team bedeutet, dass ein neues Ermittlerteam sich noch einmal alle Akten, Untersuchungsberichte und jedes kleine Details anschauen werden. Die Sprecherin der Maastrichter Staatsanwaltschaft Cindy Reijnders betonte gegenüber dem „Dagblad”, dass es sich nicht um eine völlig neue Untersuchung handele. Vielmehr sollten die neuen Ermittler die Faktenlage noch einmal frisch in Augenschein nehmen. „Wir sind uns sicher, dass bis jetzt alle Spuren und jedes noch so kleine Detail verfolgt worden sind”, sagte Reijnders.

Der Cold Case-Status bedeute überdies, dass der Fall Nikky definitiv nicht zu den Akten gelegt werde - auch in Zukunft könne das Team bei neuen Erkenntnissen oder neuen technischen Möglichkeiten sofort weiter ermitteln.

Ein Mörder des Jungen ist bislang nicht gefunden worden. Der Fall war schon einmal zu den Akten gelegt worden, vor drei Jahren aber wieder untersucht worden, nachdem man mit neuen Techniken bislang unentdeckte DNA-Spuren auf der Hose des Jungen gefunden hatte.

Diese Spuren waren damals mit den DNA-Proben von mehr als 100 Männern aus der Region verglichen worden. Selbst das Grab des damaligen Feriencamp-Leiters war auf Anweisung der Staatsanwaltschaft geöffnet worden, um an dessen DNA zu gelangen. Die Reihenuntersuchungen haben damals keine verwertbaren Spuren erbracht.

Mehr von Aachener Zeitung