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Neue Corona-Maßnahmen in NRW

Volksfeste und freie Impftermine : Testpflicht für Rückkehrer am Arbeitsplatz

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann äußert sich am Mittwoch zu deutlichen Lockerungen bei einer stabilen landesweiten Inzidenz unter zehn, Regeln für Urlaubsrückkehrer am Arbeitsplatz und zahlreichen freien Impfterminen.

In NRW werden die Corona-Beschränkungen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter zehn deutlich gelockert. Es kommen aber auch neue Regeln. Die Landesregierung führe eine neue „Inzidenzstufe Null“ in der neuen Corona-Schutzverordnung ein, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Verordnung gilt ab Freitag.

In vielen Bereichen bleiben dann Masken und Abstandhalten nur noch eine Empfehlung. Die Maskenpflicht bleibe aber in einigen Bereichen wie etwa in Bussen und Bahnen, Einzelhandel, Arztpraxen, Taxen und Schülerbeförderung bestehen, sagte Laumann. Beschäftigte mit einem nahen Kundenkontakt wie bei körpernahen Dienstleistungen oder Servicekräfte in der Gastronomie müssten weiterhin eine Maske tragen oder über einen negativen Testnachweis verfügen.

Bei größeren privaten Veranstaltungen kann auf Mindestabstände und Maskenpflicht verzichtet werden, wenn auch landesweit die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen unter zehn liegt und die Teilnehmer negativ getestet sind. Auch Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Schützenfeste sind ab Freitag wieder erlaubt, wenn die landesweite Inzidenz und auch die Inzidenz in der jeweiligen Kommune unter zehn liegt. Die Teilnehmer müssen einen negativen Testnachweis dabei haben. Veranstalter sollen stichprobenhafte Kontrollen machen.

Urlaubsrückkehrer

Für Urlaubsrückkehrer in Nordrhein-Westfalen gilt am Arbeitsplatz künftig eine Coronavirus-Testpflicht. Wer nach dem 1. Juli fünf Tage oder länger im Urlaub oder aus anderen Gründen nicht am Arbeitsplatz war, muss danach am ersten Tag der Rückkehr einen negativen Schnelltest vorweisen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Testpflicht gelte nicht für Beschäftigte mit vollem Impfschutz. Der Test könne zudem auch selbst unter Aufsicht am Arbeitsplatz gemacht werden.

Impfbereitschaft ausschlaggebend

In den Impfzentren in NRW sind noch Tausende Termine frei. Rund 212.000 Termine seien diese Woche in den Impfzentren vergeben, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. Rund 150.000 Impftermine seien noch frei. „Das heißt, die Menschen haben überhaupt kein Problem, einen Impftermin zu buchen“. Für kommende Woche könnten noch mehr als 300000 Termine vereinbart werden. Wer die erste Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff bekommen habe, könne für die Zweitimpfung entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) den Biontech-Impfstoff bekommen, so der Minister.

Darüber hinaus sollen nach Angaben Laumanns in dieser Woche und den nächsten zwei Wochen je 200.000 Erstimpfungen mit Biontech verabreicht werden. Auch bei den Haus- und Betriebsärzten entspanne sich die Lage. Erstmals bestimme nicht mehr die Verfügbarkeit des Impfstoffs die Menge der Impfungen, sondern die Anzahl der Impfwilligen sei ausschlaggebend.

(dpa)