Region: Neue Blitzanlagen auf der Rheinbrücke bei Leverkusen

Region: Neue Blitzanlagen auf der Rheinbrücke bei Leverkusen

Auf der vielbefahrenen Brücke an der Autobahn 1 über den Rhein bei Leverkusen wird bald geblitzt: Am Mittwoch, 12. Februar, wollen die Städte Köln und Leverkusen neue Radarmessanlagen in beiden Fahrtrichtungen in Betrieb nehmen. Hintergrund sind die massiven Schäden an dem rund 50 Jahre alten Bauwerk.

An den Messpunkten wird dann auf allen drei Fahrstreifen die Einhaltung des Tempolimits von 60 Stundenkilometern überwacht. Sie befinden sich in Fahrtrichtung Norden am Anfang der Brücke in Höhe des Stadtteils Köln-Merkenich und in der Mitte der Brücke über dem Rhein. Eine zweite Anlage auf der gegenüberliegenden Brückenseite wird von der Stadt Leverkusen betrieben.

Die viel befahrene Autobahn 1 ist bei Leverkusen wegen Schäden an einer Brücke überraschend für Lastwagen und größere Lieferwagen oder Wohnmobile gesperrt worden. Foto: dpa

Die Geschwindigkeitsreduzierung soll dazu dienen, dass die marode Brücke bis ins nächste Jahrzehnt hinein befahrbar bleibt. Erst dann wird ein Neubau fertig. Das rund 50 Jahre alte Bauwerk war Ende 2012 für Lastwagen gesperrt worden, weil neue Risse an den Trägern entdeckt worden waren. Sie waren so schwerwiegend, dass eine Reparatur im Normalbetrieb nicht möglich war. Für Schwertransporte von mehr als 44 Tonnen Gewicht wird die Brücke für den Rest ihrer Betriebszeit gesperrt bleiben.

Im März 2013 wurde die Konstruktion behelfsmäßig saniert. Anschließend wurden Fahrspuren verengt, Überholverbote eingeführt und die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 60 Kilometer in der Stunde begrenzt. Die Polizei hat bei Geschwindigkeitsmessungen im Juni 2013 allerdings festgestellt, dass 78 Prozent der Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten.

„Absolute Priorität hat nun die drastische Reduzierung der Anzahl an Geschwindigkeitsübertretungen“, erklärt die Stadt Köln in einer Pressemitteilung. Nur so könne der Verkehr trotz verengter Fahrstreifen bei 120.000 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden sicher und gleichmäßig fließen. Außerdem werde die Brücke vor weiteren Schäden geschützt. Andernfalls sei nicht auszuschließen, dass die Brücke für den Schwerlastverkehr ganz gesperrt werden muss.

„Dies hätte weitreichende Auswirkungen im gesamten Nah- und Fernverkehr, wovon sowohl der Individual- als auch der Schwerlastverkehr betroffen wären“, sagt Stadtdirektor Guido Kahlen. „Ein Ausweichen insbesondere des Schwerlastverkehrs auf andere Brücken würde deren Befahrbarkeit gefährden und hätte damit erhebliche Folgen für die Wirtschaft in Köln, Leverkusen und im Umland.“

Der Bau einer neuen Rheinbrücke ist für das Jahr 2020 geplant. Sie soll dann, wie der gesamte Abschnitt der A1 zwisschen dem Autobahnkreuz Leverkusen und der Anschlussstelle Köln-Niehl, achtspurig sein.

(heck)