Düsseldorf: Nach starker Kritik: Polizei begrüßt Test neuer Streifenwagen

Düsseldorf : Nach starker Kritik: Polizei begrüßt Test neuer Streifenwagen

Nach starker Kritik an den bisherigen Modellen unterstützt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die angekündigten Tests mit neuen Streifenwagen in NRW. „Ich halte den Weg für genau den richtigen”, sagt der NRW-Gewerkschaftsvorsitzende Arnold Plickert.

Schließllich sei der Dienstwagen nichts anderes als der Arbeitsplatz der Polizisten. „Man muss die befragen, die die Wagen jeden Tag nutzen. Wir schauen nun, was die Modelle in den Behörden leisten.”

Die Polizei in NRW testet von diesem Dienstag an fünf Wochen lang neue Streifenwagen. Dafür übergibt Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf die Schlüssel an die Beamten.

Der bisherige Streifenwagen war wegen mangelnden Stauraums in die Kritik geraten. Vor allem für größere Beamte sei das aktuelle Modell zu klein, sagt Plickert. Auch die neue Ausstattung zur Terrorabwehr mit ballistische Schutzhelmen passte ebenso wenig in den Wagen wie Maschinenpistolen und Schutzwesten, die fachgerecht gelagert werden sollten. „Mit zwei Beamten und einem voll ausgestatteten Auto kommt man schnell an die Beladungsgrenze des Modells.”

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) startete am Dienstag eine Testphase für die potenziellen neuen Dienstwagen. Er übergab bei einem Pressetermin je ein Modell der Kompaktvans BMW Gran Tourer, Ford S-Max, Mercedes Benz Vito, Opel Zafira und Volkswagen Touran an unterschiedliche Polizeibehörden. Sie haben fünf Wochen Zeit, die Einsatztauglichkeit zu testen.

Wichtig für einen passenden Streifenwagen sei es vor allem, dass die arbeitsschutzmedizinischen Belange der Polizisten gewährleistet seien, sagte Plickert. Sitzhöhe und Komfort müssten stimmen, außerdem müsse die Ausrüstung passen.

Ab 2019 sollten dann rund 2000 Streifenwagen nach und nach ersetzt werden, hieß es. Die unter anderem in NRW genutzten BMW 318d Touring waren wegen mangelnden Platzes und Stauraums in die Kritik geraten.

(dpa)